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Korn

MTV Unplugged: Korn
(2007)

Genre: Acoustic Rock
Ähnlich wie: -


Nach nunmehr fast 15 Jahren Bandgeschichte sahen sich also auch Korn veranlasst, ein Akustik-Album unter der Leitung MTVs herauszubringen. Die Messlatte liegt hier hoch, ist den Meisten doch am ehesten noch die Unplugged-Scheibe von Nirvana unter den insgesamt rund 25 Aufnahmen im Gedächtnis. Was dabei rauskommt, wenn eine durchaus härtere Metal-Band einmal ohne Strom spielt, ist auf jeden Fall ziemlich interessant zu hören.

Das Ganze beginnt mit Blind, eines der ersten Lieder Korns auf deren Selftitled-Debüt. Akustisch bearbeitet wurde daraus ein salsaähnliches Stück mit rhythmischer Percussion und südlich angehauchter Gitarre, besonders im letzten Drittel des Songs. Gar keine schlechte Idee, wie ich finde, es gibt dem im Original recht düsteren Lied eine komplett andere, aber hörenswerte Seite.
Weiter geht es mit Hollow Life, bei dem man schon zu Beginn erneut die Percussion hören kann, welche bald daraufhin aber von Geigen und einer Gitarre unterstützt wird - das schon für das ursprüngliche Lied typische Glockenspiel darf natürlich auch nicht fehlen. Im Refrain hat man mit der Musik allerdings etwas zu sehr übertrieben; man wollte wohl den Pathos des Originals möglichst passend einfangen, was aber eher misslungen ist. Die Strophen klingen nämlich wiederum sehr angenehm und schön zu hören.

Es folgt Freak On A Leash, eine der Singles von Issues und auch außerhalb von Fan-Kreisen kein unbekanntes Stück. Hierfür wurde die Sängerin von Evanescence, Amy Lee, zur Unterstützung gerufen, die praktisch im Duett mit Jonathan Davis singt - später im Lied übertönt sie ihn jedoch schon fast. Man kann zu Amy Lees Stimme stehen, wie man will, ich finde sie jedoch äußert nervend und unpassend. Das kann an ihrer typisch-übertriebenen Art zu Singen oder einfach nur an ihrer Stimme liegen, das Lied wäre aber wohl besser ohne die "Hilfe" dieser Frau geworden. Allerdings ist die musikalische Untermalung etwas dürftig, was aber bestimmt auch daran liegt, dass ohnehin schon zwei Stimmen präsent sind und so das Lied zu übertrieben wirken würde. Insgesamt wurde aus dem Lied auch eine langsame Ballade als ein verzweifelt klingendes Stück, wie es auf der Ursprungsplatte erscheint.

Viel besser ist da wieder das nächste Lied: Falling Away From Me. Zu Beginn vermisst man zwar das Hauptriff, welches später aber noch nachgeholt wird. Instrumentalisiert wurde mit einer Art Glockenspiel und natürlich der Akustik-Gitarre, die, gemeinsam mit einem Bass, besonders im Refrain zur Geltung kommt. Gegen Ende steigert sich der Song immer mehr, was ihm durchaus gut tut, wobei auch der Teil davor mehr als hörbar ist. Eine würdige Umsetzung ist hiermit gelungen.
Mit Creep hat man ein Cover von Radiohead auf die Tracklist gesetzt - was damit bezweckt werden sollte, ist mir schleierhaft, da ich lieber einen Korn-Song unter den ohnehin schon wenigen 11 Liedern an Stelle eines Covers gehört hätte. Nicht, dass es schlecht gelungen wäre, aber der Track passt nun mal nicht zu Korn, auch nicht zu den Akustik-Korn. So etwas wie Paranoid Android wäre wahrscheinlich noch eher ansprechend gewesen, so bin ich leicht enttäuscht.
Die akustische Version des Love Songs aus der neusten Scheibe See You On The Other Side bekommt man als nächstes zu hören. Aus dem eigentlich sehr elektronischen Stück hat man eine Klavier/A-Gitarren-Version gebastelt, die aber keinen Deut unemotionaler als das Original herüberkommt. Im letzten Teil singt zudem ein undefinierbarer Zweitsänger mit, allerdings nur im Hintergrund, also nicht wie Amy Lee bei Freak On A Leash.
Bei Twisted Transistor (es folgt auf das in Ordnung gehende Got the Life) wurden - wie könnte es fast auch anders sein? - die verzerrten Gitarren zur Gänze durch Geigen ersetzt, was sogar noch einen Tick besser als beim Original klingt. Hinzugesetzt hat man eine Posaune und leicht hörbares Klavier, die die flott gehaltene Nummer zur einem richtigen Hit machen. (Mal davon abgesehen, dass das Lied sowieso schon als Single herauskam.)

Nach dem dritten Lied aus See You On the Other Side, Coming Undone, kommt das mit Sicherheit Highlight der Platte: Make Me Bad/In Between Days, womit man sich bei MTV erneut an einem der berühmt-berüchtigten "Mash Ups" (also dem Zusammenschneiden zweier Lieder zu einem Kombination) versucht hat - nur, dass das im Gegensatz zu den vorigen, hier wunderbar gelungen ist. Da der zweite Track ein '85er-Hit von The Cure ist, hat man kurzerhand deren Sänger, Robert Smith, auf die Bühne geholt, der seinen zur Ballade umfunktionierten Teil wunderbar herüberbringt und die Dramatik in seiner Stimme richtig zu hören ist. Dieser ergänzt sich zudem perfekt mit Korns Make Me Bad, wenngleich die beiden Stimmen sehr unterschiedlich klingen, was man vor allem hört, wenn diese gemeinsam beim "Come back, come back!"-Teil singen. Musikalisch nur mit 2 Klavieren und Gitarre untermalt kann man diesen Misch-Song eigentlich nur lieben und froh sein, dass er als akustisches Stück aufgenommen wurde.

Das Album schließt mit Throw Me Away, wieder einem Stück aus dem letzten Album, wo erneut aus einem ziemlich elektronischen Original eine interessante Akustik-Version komponiert wurde, wobei allerdings im Refrain und letzten Drittel eine Theremin zu hören ist, die ohne Strom normalerweise nicht funktioniert. Aber man ist ja nicht streng, weshalb ich dieses Lied trotzdem mag und es einen würdigen Abschluss für die Platte bildet.

Insgesamt fallen aber noch zwei Dinge etwas unangenehm auf:
Erstens die Zensur - man kennt das ja bei Wörtern wie "shit" oder "fuck", was zwar immer noch unangenehm auffällt (vor allem wenn die Stimme so deutlich ist wie bei einer Akustik-Aufnahme), aber zu verschmerzen ist. Weswegen man aber "suicide" bei "I flirt with suicide" in Falling Away From Me zensiert hat, ist mir schleierhaft. Denkt man etwa, alle Kids, die so etwas hören, fühlen sich von Korn zum Selbstmord getrieben? Zudem von einer Zensur im Original (welches noch dazu als Single + Video erschien) nichts zu hören war, weshalb es hier doppelt überrascht.
Zweitens finde ich es schade, dass kein einziges Lied aus Take A Look In the Mirror Verwendung fand. Ja, das Album wurde von der Kritik nicht gerade positiv aufgenommen und ist auch nicht unbedingt mein Favorit - Lieder wie Did My Time oder Right Now hätten aber durchaus etwas werden können.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Korns Unplugged-Scheibe um ein überdurchschnittlich gutes Stück Musik, das zwar an einigen Stellen krankt (was man aber ohne weiteres hätte vermeiden können), aber einen sehr positiven Gesamteindruck hinterlässt.


Tracklist:
01 | Blind
02 | Hollow Life
03 | Freak On A Leash (featuring Amy Lee)
04 | Falling Away From Me
05 | Creep
06 | Love Song
07 | Got the Life
08 | Twisted Transistor
09 | Coming Undone
10 | Make Me Bad/In Between Days (featuring Robert Smith)
11 | Throw Me Away

Bewertung: 7 / 10 Punkten
Anspieltipps: Blind, Falling Away From Me, Make Me Bad/In Between Days
Links:
Offizielle Seite
Sämtliche Lieder als Probehör-Stream
Die Videoaufnahmen des Konzertes zum online Anschauen
1.3.07 01:51


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Story of the Year

In the Wake of Determination
(2006)

Genre: Emocore, Post-Hardcore
Ähnlich wie: Thursday, Scary Kids Scaring Kids, Funeral For A Friend


Nach ihren durchaus frischen Erstling Page Avenue, der hierzulande aber scheinbar nie erschien, brachten Story of the Year im Oktober 2005 ihre zweites Album, In the Wake of Determination heraus, dieses Mal auch in europäischen Gefilden. Mit erneut 12 regulären Tracks und einem laut Wikipedia "more pissed off feeling" sollte es den passablen Erfolg des Vorgängers steigern, was laut Verkaufszahlen auch gelungen ist - zurecht?

Das Album startet eigentlich recht cool mit powervollen Songs. Gleich das zweite Lied, Take Me Back, hat es mir angetan, obwohl es doch recht klischeehaft herüberkommt - auf Grund des guten Gesamteindruckes kann man darüber aber leicht hinwegsehen. Auch das dritte Lied ist diesbezüglich ähnlich, was aber nicht verwunderlich ist, da alle drei als Singles veröffentlich wurde.
Das Problem ist nur, wie es weitergeht: Es folgen immer relativ gute Lieder, die durchaus hörbar sind, sich aber meist aufs selbe Schema berufen und somit kaum unterscheiden. Nach ein- bis zweimaligem Durchhören fällt es schwer, sie auseinander zu halten, weil sie eben alle gut, aber kein einziges (bis auf erwähntes Take Me Back) besonders heraussticht. Das ist schade, denn abseits der harten Gitarrenriffs und dem für den Emocore typischen Gesang ist auf jeden Fall Potential da, wie Sleep als durchaus ruhige Nummer (jedoch ohne langweilig zu werden) zeigt. Ein, zwei Lieder dieser Sorte an Stelle eines der runde 11 anderen hätte dem Album gut getan.
Erfüllt wird dieser Wunsch ganz zum Schluss dann aber doch, und zwar mit dem Hidden Track Silent Murder/Slow Jam, der schon ungewöhnlich balladenartig herüberkommt, als dreizehntes Lied einen schönen Abschluss bildet.

Insgesamt gesehen also ein überdurchschnittlich gutes Album, das an seiner leichten Monotonie schwächelt. Hier hätte man sich ein Beispiel an Thursday nehmen können, die eine musikalischere Vielfalt - trotzdem sie dem Emocore-Stil dabei immer treu bleiben - auf ihren Alben bieten. Wenn man allerdings auf diese Art von Musik steht, ist ein längeres Reinhören sicher keine Zeitverschwendung.


Tracklist:
01 | We Don't Care Anymore
02 | Take Me Back
03 | Our Time Is Now
04 | Taste the Poison
05 | Stereo
06 | Five Against the World
07 | Sleep
08 | Meathead
09 | March of the Dead
10 | Pay Your Enemy
11 | Wake Up the Voiceless
12 | "Is This My Fate?", He Asked Them
13 | Silent Murder/Slow Jam (Hidden)

Bewertung: 7 / 10 Punkten
Anspieltipps: Take Me Back, Stereo, Sleep
Links:
Offizielle Seite
Fansite u.a. mit Videos, Lyrics, Interviews ...
5.3.07 00:24


Wer sich für das neue Album der Nine Inch Nails, Year Zero, interessiert, dem sei diese Seite nahegelegt:

year zero - eine prospektive

Sie beschäftigt sich sich mit den versteckten Hinweisen und dem Gesamtkonzeptbild, welches um das Album erdacht wurde.
Was das ist? Nun, hier eine kleine Zusammenfassung:

Nachdem man über Hinweise auf einem Tourshirt (!) auf die Website I Am Trying To Believe gekommen ist, auf welcher von einer neuartigen Droge, die die Regierung der USA angeblich ins Trinkwasser schüttet, berichtet wird, ging es los mit Webseiten, Telefonnummern, Foren und Mail-Adressen, die scheinbar alle aus der Zukunft kommen - genauer gesagt aus dem Jahre 0000, das als unser Jahr 2022 berechnet wurde. Alle Jahre, die davor liegen, werden zudem mit "-xx BA" bezeichnet, also beispielsweise "-15 BA" für unser Jahr 2007.
In dieser Zeitspanne hat sich laut der Webseiten ziemlich viel abgespielt: Terroristen attackieren fortwährend die Bevölkerung Amerikas, die Regierung regiert darauf mit Verboten und Unterdrückung (eben beispielsweise genannte Droge, die einen angeblich gegen alle Krankheiten immun macht, in Wirklichkeit jedoch den Blick des Menschen verschwimmen und ihn träge werden lässt) und Bilder einer geisterhaften, riesigen Hand, die vom Himmel auf die Erde reicht, sind aufgetaucht. (Diese ist übrigens auch auf dem Albencover zu finden.)

Was das Album mit diesem schicksalhaften "Jahr Null" zu tun hat, ist noch unklar, die Methoden, mit denen neue Informationen über dieses an den Fan gebracht werden, ist jedoch richtig interessant:
Hinweise wurden, neben dem Druck auf besagten T-Shirts, vor allem auf den Webseiten, durch das Anschreiben von Mail-Adressen, auf die geantwortet wird, durch das Anrufen von Telefonnummern oder dem Untersuchen von Liedern, die auf USB-Sticks auf den Toiletten der bisherigen Konzert-Locations gefunden wurden, mit einem Spektrumanalysator gefunden - auf manchen Konzerten wurden außerdem Flyer ausgegeben, auf denen sich wieder Hints zur neuen Seiten im Internet finden lassen.
Man hat sich also viel Mühe gegeben, die ganze Sache sehr undurchsichtig, aber doch durchblickbar erscheinen zu lassen. Wer alle Informationen über das Year Zero sammeln will, muss auf Zack sein, oder sich gegenseitig helfen - die Ersteller der oben genannten Homepage sind da auf jeden Fall sehr ambitioniert, weshalb sich ein Blick hinein lohnt.

Wer zudem ein paar der neuen Lieder hören will, schaut entweder auf Myspace, oder auf eine bei den Links gepostete Seite, auf welcher die Songs als MP3 zu finden sind. (Immerhin wurden sie ja auch auf USB-Sticks ausgegeben.)


Links:
Bisherige Year Zero-Lieder als MP3-Dateien
NIN on Myspace
8.3.07 21:35


The Used

In Love and Death
(2004)

Genre: Rock, Emocore
Ähnlich wie: Story of the Year, Coheed and Cambria


Life's greatest questions have always been: Who am I? Where did I come from? Why am I here? Where am I going?
You are about to see and hear one of the most significant messages, given to us from God.


Das also kann man laut dem zu Beginn von Take It Away gesprochenen Text von der Platte erwarten. Eigentlich hohe Maßstäbe, wobei das anschließende Geräusch einer nachladenden Shotgun etwas Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Phrasen aufkommen lässt. Würde mich ehrlich gesagt auch nicht stören, schließlich will ich Rock'n'Roll und keine Metaphysik, wenn ich so eine Scheibe einlege.

Vorerst lässt sich sagen, dass ich nach dem ersten Durchlaufen kein gutes Gefühl dabei hatte. Die Anzeichen von "gutem, aber immer gleichem Emocore" machten sich bemerkbar, wobei man an Beispielen wie Thursday sieht, dass es in dem mir keineswegs abgeneigten Bereich auch anders geht.
Seltsamerweise (vielleicht habe ich beim ersten Mal einfach nicht richtig hingehört) erschlossen sich mir interessante Dimensionen beim zweiten Hören, wenn man das so sagen kann. Mal Screamo-Powersongs, dann wieder gelassene Rocklieder oder gar Balladen waren zu finden. Also mal einen Blick darauf werfen:

Erwähntes Take Me Away startet gleich kraftvoll, hier wird in die Saiten gehauen und die Stimmbänder von Sänger Bert McCracken ausgereizt, was einen positiven Gesamteindruck ergibt. Bei I Caught Fire geht es wiederum etwas ruhiger zu, ebenso Let It Bleed, das als unterhaltsame Uptempo-Nummer daher kommt und sich im Laufe des Liedes noch steigert. Die Emo-Seite hängt wiederum bei All That I've Got heraus, welches vor allem durch sein Grundriff überzeugen kann, ansonsten mittelmäßig ist. Der gelungene Ausklang wäre als zusätzlicher Bonus noch anzumerken. Das nächste Highlight ist sicherlich Listening - besonders im Refrain entfaltet es seine Power, Mitsingen wird hier fast zu Pflicht. Etwas später verliert sich der Song leider, wird danach aber wieder umso hörenswerter.

Natürlich musste auch eine Ballade auf das Stück Musik, hier in Form von Yesterday Feelings. Zugegebenermaßen: Man hätte sie sich sparen können. Unmotiviertes Gitarrengezupfe + Säuselstimme mag ja nett sein, nicht aber, wenn man es in genau der Form schon zigmal gehört hat. Ne, ne. Light With the Sharpened Edge ist da schon besser, eine nette, ruhige Nummer - im Gegensatz zu Sound Effects and Overdramativ, welches eher wieder an Stücke wie Take It Away erinnert, was durchaus positiv gemeint ist. It's Hard To Say zieht sich so dahin, traurig-verzweifelt, aber die Instrumentalisierung kann immerhin überzeugen. Lunacy Fringe hat einen coole Anfang, bestehend aus gezupfter Gitarre, Rasseln und Bass, daraus hätte man wirklich etwas Aufregendes machen können. Leider verliert sich das Ganze dann wieder, immerhin bleibt der Bass gut hörbar.

Warum man nun I'm A Fake als Schlusslied genommen hat, ist mir schleierhaft. Der Song ist toll - eine etwas härtere Variante von Take It Away würde ich sagen, eigentlich sogar noch besser. Er passt nur lediglich nicht als Abschluss dieser durchaus gemischten Platte; hätte man nur Lieder dieser Art aufgespielt - kein Problem. So ist das Ende jedoch zu abrupt, zu unausklingend. Am Stück selbst ist wie gesagt jedoch nichts zu bemängeln.

Grundsätzlich kann ich mich mit der Stimme aber nicht besonders anfreunden. Sie hat in manchen Liedern ihre Wirkung, klingt oft aber zu übertrieben, zu gestellt. Ich kann nicht bewerten, inwiefern das wirklich zutrifft, aber das ist ja egal, das Gefühl beim Hören habe ich trotzdem. Es ist nicht so, dass das jetzt die ganzen Lieder zerstören würde, aber ein seltsamer Nachgeschmack tritt hier und da trotzdem auf.
Im ganze aber ein doch gutes Stück Musik, das sich vor allem nach mehrmaligem Anhören richtig entfaltet.

Ach ja: Am 8. Mai 2007 erscheint das neue Album der Band, Lies For the Liars; vor kurzem, genauer am 23. Februar, kam zudem ein Live-DVD-CD-Package names Berth heraus!


Tracklist:
01 | Take It Away
02 | I Caught Fire
03 | Let It Bleed
04 | All That I've Got
05 | Cut Up Angels
06 | Listening
07 | Yesterday Feelings
08 | Light With the Sharpened Edge
09 | Sound Effects and Overdramatics
10 | It's Hard To Say
11 | Lunacy Fringe
12 | I'm A Fake

Bewertung: 6 / 10 Punkten
Anspieltipps: Take It Away, Listening, I'm A Fake
Links:
Deutsche offizielle Seite
My Space, inklusive Hörproben zu teilweise neuen Liedern
20.3.07 20:49


Festivals: Der Sommer wartet!

Auch wenn es das Wetter nicht vermuten mag, ist der Sommer zum Greifen nahe - zumindest, wenn es um den Kauf von Festival-Tickets in der Musikszene geht. Umso früher, je billiger (bzw. überhaupt verfügbar), also sollte man sich doch eher flott entscheiden, welche der mittlerweile zahlreich vorhandenen Veranstaltungen man überhaupt besuchen will.
Hier also eine kleine Übersicht über Sommerfestivals in Deutschland und Österreicher, inklusive allem Wissenswerten:

Rock im Park/Rock am Ring
Bei diesen beiden Festivals handelt es sich um zwei nahezu identische, von MTV produzierte Festivals in Süddeutschland - einmal in Nürnberg, das andere nahe Adenau (Rheinland-Pfalz) am Nürburgring. Vom Stil her sind beide auf Rock/Metal angelegt, bieten aber auch im Indie/Alternative-Bereich ein ansprechendes Line-Up.

Bestätigte Bands
Die Ärzte | Smashing Pumpkins | Linkin Park | Muse | Billy Talent | The White Stripes | Evanescence | Korn | Lostprophets | Slayer | Wir sind Helden | Arctic Monkeys | Good Charlotte | The Hives | Wolfmother | Stone Sour | My Chemical Romance | 30 Seconds to Mars | Mando Diao | Beatsteaks | Kaiser Chiefs | MIA. | The Kooks | Velvet Revolver | Funeral For A Friend | The Used | As I Lay Dying | Chimaira | Killswitch Engage | Machine Head | Scissor Sisters | Papa Roach | The Sounds uvm.

Datum 1. - 3. Juni 2007
Kosten 126€ (Rock im Park) / 125€ (Rock am Ring)
Location
Rock im Park: Nürnberg, Zeppelinfeld (Nahe Messezentrum/Station)
Rock am Ring: Eifel, Nürburgring

Homepage
Rock im Park
oder: Parkrocker (inoffiziell)
Rock am Ring


Hurricane/Southside
Auch diese beiden Festivals unterscheiden sich bezüglich der auftretenden Bands kaum, im Standort jedoch umso mehr: Das Southside ist, wie der Name schon andeutet, im Süden gelegen, genauer im Süden Baden-Württembergs. Das Hurricane hingegen findet in Schleeß statt, welches zwischen Hamburg und Bremen situiert ist. Je nach Wohnort kann man sich somit aussuchen, welches der bedien Festivals günstiger zu erreichen ist.
Musikalisch bieten sie viele eher unbekannte Bands im Indie-Bereich, wobei auch bekannte "Chartbands" nicht fehlen.

Bestätigte Bands
Bloc Party | Interpol | Marilyn Manson | Queens of the Stone Age | Placebo | Pearl Jam | Sonic Youth | Modest Mouse | Mogwai | Porcupine Tree | Beastie Boys | Incubus | Dendemann | Less Than Jake | Snow Patrol | The Good, The Bad & The Queen | Isis | Editors | Die Fantastischen Vier | Dropkick Murphys | Aereogramme | Me First and the Gimme Gimmes | Virginia Jetzt! uvm.

Datum 22. - 24. Juni 2007
Kosten 109€
Location
Hurricane: Schleeß (Nahe Bremen)
Southside: Neuhausen ob Eck (Nahe dem Bodensee/Friedrichshafen)

Homepage
Hurricane
Southside


Nova Rock
Das größte österreichische Rock-Festival findet auch in diesem Jahr wieder statt. Besonders für Wiener (aber auch alle anderen Ostösterreicher) ist es optimal, um eine Anzahl an bekannten Rock- und Metal-Bands auf einem Haufen versammelt zu haben, ohne in ein anderes Land fahren zu müssen. Das Line-Up stellt eine gute Mischung aus den Bands der beiden oben genannten Festivals dar, so dass jeder auf seine Kosten kommt.

Bestätigte Bands
Linkin Park | Pearl Jam | Marilyn Manson | Smashing Pumpkins | Incubus | Billy Talent | Slayer | The Killers | Mando Diao | Machine Head | My Chemical Romance | Stone Sour | Papa Roach | Lordi | In Extremo |Children of Bodom | The Used |30 Seconds to Mars | Chimaira | Mastodon | Isis | Me First and the Gimme Gimmes | Flogging Molly | The Hives | Less Than Jake | Drowning Pool | Editors | I Am X | Devildriver uvm.

Datum 15. - 17. Juni 2007
Kosten 93€
Location Nickelsdorf, Pannonia Fields II (Burgenland)

Homepage
Nova Rock


Wacken Open Air
Das mittlerweile legendäre Metal-Festival im Norden Deutschlands hat in diesem Jahr seinen 17. Auftritt und ist mit letztjährig 62.000 Besuchen eines der größten seiner Art. Die zahlreichen Bands spielen auf klangvollen Bühnen wie "Black-Metal-Stage" oder "True-Metal-Stage" und locken bestimmt auch dieses Jahr wieder tausende Metalfans in das kleine Bauerndorf.
Zusätzlich findet, wie in den Jahren davor, einige Wochen vor Beginn noch das "Metal Battle" statt, ein Bandwettbewerb, bei dem den besten Bands ein Auftritt beim Festival zusteht!

Bestätigte Bands
Blind Guardian | Iced Earth | Dimmu Borgir | In Flames | Therion | Saxon | Immortal | Dir En Grey | Bullet For My Valentine | Cannibal Corpse | Grave Digger | Die Apokalyptischen Reiter | JBO | Schandmaul | Letzte Instanz | Napalm Death | Lacuna Coil | Moonspell | Sodom | Lordi | Stratovarius | TYR | All That Remains | Belphegor | Unheilig | Falconer | Electric Eel Shock | Black Majesty uvm.

Datum 2. - 4. August 2007
Kosten 79€ bzw. 99€ mit Full Metal Service (Parkplatzgebühr, Eintritt ins Schwimmbad, Platzreservierung, Sticker, Müllkosten etc. inkludiert)
Location Wacken, Schleswig-Holstein (Nahe Itzehoe)

Homepage
Wacken Online


Roskilde Festival
Auch dieses dänische Festival hat besonders für in Norddeutschland wohnende Musikfreunde in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Wer im Alternative-Bereich etwas Abwechslung vom Hurricane sucht, wird bei dieser Veranstaltung gut aufgehoben sein - die Anfahrt ist mit einem Zug aus Bremen oder Hamburg auch kein großes Problem. Interessant wird es auch, wenn man neue Bands aus diesem Bereich kennen lernen will - einige schwedische oder dänische Gruppen sind nämlich ebenso vertreten.

Bestätigte Bands
Red Hot Chili Peppers | The Who | The Killers | Björk | Muse | Beastie Boys | Slayer | Mando Diao | Mastodon | Pelican | My Chemical Romance | Tiesto | Arcade Fire | Cult of Luna uvm.

Datum 5. - 8. Juli 2007
Kosten 200€
Location Roskilde/Sjælland (Dänemark)

Homepage
Roskilde Festival
21.3.07 18:41


What has dredg been doing?

Die durchaus bekannten Progressive-Rocker dredg lassen wieder einmal von sich hören:
So gaben sie bekannt, an neuen Songs für ein viertes reguläres Album zu arbeiten und auch schon eine kleine Tracklist diesbezüglich zu haben:

Ireland
Hurricane Felix
Pieces of Gold
Wondrous Miracle
Fleeing to Mexico
It's Not Worth It
Long Days and Vague Clues
2001
Fucking Smile Pt. 2
(Part 1 ist übrigens auf den unveröffentlichten El Cielo Blueprints zu finden!)

Zusätzlich gibt es noch zwei schon aufgenommene Lieder: Ireland, welches bisher nur live gespielt und höchstwahrscheinlich von einem Fan ins Netz gestellt wurde, und Methyxanthine, das schon auf MySpace zum Hören bereit steht.
Letzteres klingt allerdings stark nach Metallica und Konsorten und lässt eher ein seltsames Gefühl zurück, ist aber wiederum nur ~ 1 Minute lang. Treffender ist da wohl Ireland, dass den typischen dredg-Sound auf jeden Fall herüberbringt.

Links:
Methyxanthine auf MySpace


Edit: Fehlinformation - bei Heckler handelt es sich doch um Ireland. Bitte zu verzeihen! ; )
26.3.07 01:35


This isn't meant to last - this is for right now!

Live: Nine Inch Nails
29.03.2007 // Gasometer, Wien

Gestern war es endlich so weit - ich sollte die Nine Inch Nails zum ersten Mal in meinem Fanleben (das mittlerweile gute zweieinhalb Jahre andauert) live sehen!
Nachdem ich mich mit 3 Gefährten vor dem Gasometer traf und wir noch einen kleinen Abstecher beim McDonald's absolvierten, ging es in die BACA-Halle, wo nach dem Abgeben der Sachen erstmal ein Besuch beim Merchandise-Stand Pflicht war. (Erfahrungen haben gezeigt, dass man so etwas immer so schnell wie möglich durchführen sollte, wenn man ein Shirt in seiner Größe haben will...) Nach dem Kauf eines ziemlich geilen T-Shirts (auf dem der Bandname ausnahmsweise sogar mal ausgeschrieben ist!) machten wir uns auf in Richtung Bühne, wo alsbald dann auch der Support Ladytron begann.
Deren Musik war eigentlich recht ansprechend, es handelte sich um eine Art Elektro-/Industrial-Pop - wobei die Band (vor allem die beiden Frontwomen) nicht viel Ambitionen gezeigt haben, das Publikum anzuheizen oder überhaupt bei ihrer eigenen Musik etwas euphorisch zu werden. Man muss es nicht übertreiben, aber die lethargischen Stillstand-Bewegungen waren nicht wirklich überzeugend. Dafür, dass die Band aber nur eine knappe Dreiviertelstunde spielte, aber schon OK, denn der Sound war wie gesagt durchaus hörbar.

Nach einigen Umbauarbeiten war es endlich so weit: Die Nine Inch Nails betraten die Bühne und starteten gleich mit Somewhat Damaged, das schon auf The Fragile gut als Opener funktioniert hat. Die Menge war beim Refrain dann gleich voll dabei, was sich bis zum besinnlichen Something I Can Never Have auch so gehalten hat.
Bald darauf kam der NIN-Nummer-1-Song Closer an die Reihe, gefolgt vom live gespielt großartigen Burn. Besonders bei vorigem Song war die Stimmung natürlich auf dem Höhepunkt, und nachdem man die ganze Halle bei Something I Can Never Have schon in höchsten Tönen singen hat hören, bestätigte sich dies bei diesem Lied nur noch.
Eine echter Überraschung war Eraser, von dem ich mir nicht gedacht hätte, NIN würden es live spielen - nun ja, glücklicherweise taten sie es doch! Dasselbe gilt für The Big Come Down, dass zumindest früher eher als seltenes Livelied gesehen wurde, dabei klingt es so (mit E- statt Akustik-Gitarre) noch gleich viel besser, kranker, abgedrehter. Ebenso Only wurde modifiziert, sodass aus dem elektronischen Song eine weitaus rockigere Version wurde, bei der der Computer in den Hinter- und die schrammigen Gitarren in den Vordergrund rückten - so, dass ich das Stück zuerst gar nicht erkannte, danach aber umso begeisterter war.
Gegen Ende (nach dem ebenfalls überraschenden Dead Souls) musste natürlich Hurt gespielt werden, bei dem eine noch schönere Stimmung als bei Something I Can Never Have auftraten und wahrscheinlich wirklich die gesamte Halle mitsang. Den kraftvollen Abschluss bildeten erwarteterweise The Hand That Feeds sowie Head Like A Hole.

Seltsamerweise wurde bei diesem Konzert kaum etwas zerstört oder irgendwie randaliert. Trent Reznor war zwar voll dabei, beugte und streckte sich, hüpfte herum und steckte viel Power in seinen Auftritt - das Equipment sowie die Bandmitglieder blieben aber heil. Schade, ich hätte gerne ein von Wasser überschüttetes Keyboard oder zumindest eine auseinander genommene Gitarre gesehen, aber dass das an der Qualität der Musik nichts geändert hat, dürfte sich von selbst verstehen.

Vermisst habe ich persönlich leider Reptile, The Line Begins To Blur, The Wretched und The Becoming. Dafür kann man natürlich nicht NIN die Schuld geben, da aus dem Pool unzähliger Songs immer welche ausgewählt und andere weggelassen werden müssen. Dennoch hat dieses Fehlen den ansonsten großartigen Abend ein kleines Bisschen getrübt.

Setlist
01 | Somewhat Damaged
02 | Last
03 | Sin
04 | March of the Pigs
05 | Something I Can Never Have
06 | Ruiner
07 | Closer
08 | Burn
09 | Gave Up
10 | Help Me I'm In Hell
11 | Eraser
12 | Wish
13 | The Big Come Down
14 | Survivalism
15 | Only
16 | Suck
17 | The Day the Whole World Went Away
18 | Dead Souls
19 | Hurt
20 | The Hand That Feeds
21 | Head Like A Hole

Links:
Thread mit Fotos und persönlichen Stellungennahmen
Offizielle Homepage
30.3.07 13:31


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