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Time is running out...

Puh... da die Liste der noch zu besprechenden Alben immer größer wird, werde ich mich in nächster Zeit eher an kürzere Reviews im Stile von mind.blow.job machen, die in ihrer Aussagekraft aber hoffentlich dennoch nichts verlieren. Das Ganze fällt mir als gerne ausschweifendem Schreiber zwar schwer, aber vielleicht ist man dann auch eher gewillt, irgendetwas hier abseits der News zu lesen. ; )
6.5.07 23:09


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From Autumn to Ashes

Holding A Wolf By The Ears
(2007)

Genre: Screamo, Hardcore
Ähnlich wie: Atreyu, Funeral For A Friend, Thrice

Nach dem Ausstieg von Sänger Benjamin Perri und dem Einspringen von Schlagzeuger Francis Mark für dessen Gesangspart wurde nun das erste Album seit diesem Wechsel aufgenommen. Unter dem Begriff "Screamo", der als Genre für (nicht nur) diese Band geläufig ist, darf man sich aber nichtsdestotrotz immer noch hauptsächlich geschriene Vocals vorstellen, die voller Emotionalität ins Mikro abgeladen werden. Jedoch kommen auch gesungene Strophen nicht zu kurz, und das nicht nur im Refrain, der diese bei fast jedem Lied bietet. Sollte man auf erstere Art von Gesang also nicht stehen, kann man dem Album sicherlich immer noch etwas abgewinnen, was allerdings auch an der Musik selbst liegen könnte.
Natürlich gibt es hauptsächlich eine Menge harte Gitarrenriffs zu hören, die mal sehr anschaulich, mal eher unmotiviert und dröge wirken, wobei der erste Fall eher vorherrscht. Auch wenn selbst viel mit Power-Akkorden gearbeitet wird, klingen die Lieder größtenteils innovativ und lassen hier und da auch richtig gute Gitarrenarbeit hervorblitzen. Ruhige Songs sucht man trotz einiger entsprechenden Passagen in Liedern wie Underpass Tutorial oder A Goat In Sheep's Rosary vergeblich, was aber kein Problem darstellt, wenn man sich auf die Stimmung der Platte einlässt und sich von der treibenden Mischung aus Instrumentalisierung und Gesang/Screaming einlässt bzw. von vorneherein darauf einstellt, kaum eine Minute von balladenartigem Wesen zu hören zu bekommen, wie das bei anderen Bands meist der Fall ist und auch beim Vorgänger nicht unbedingt eine Seltenheit war. So wird dem Album aber immerhin eine durchgängige Struktur gegeben, was ja auch nichts Schlechtes ist.

Insgesamt gibt es also ein nicht überragendes, qualitativ und musiktechnisch jedoch sehr ordentliches Album zu hören, wobei für ein umfassenderes Gesamtbild der Band wohl eher ältere Album zur Rate gezogen werden sollten, da man sich auf diesem wie gesagt hauptsächlich auf die härtere Seite des Stiles konzentriert hat.


Tracklist:
01 | Deth Kult Social Club
02 | On the Offensive
03 | Recounts and Recollections
04 | Daylight Slaving
05 | Delusions of Grandeur
06 | Sensory Deprivation Adventure
07 | Everything I Need
08 | Underpass Tutorial
09 | Love It or Left It
10 | Travel
11 | A Goat in Sheep's Rosary
12 | Pioneers

Bewertung: 7 / 10 Punkten
Anspieltipps: On the Offensive, Delusions of Grandeur, Pioneers
Links:
From Autumn to Ashes auf MySpace
Pioneer als YouTube-Video
7.5.07 00:50


Linkin Park

Minutes to Midnight
(2007)

Genre: Rock, Rap, Nu-Metal
Ähnlich wie: Papa Roach, Good Charlotte, Hoobastank

Gleich vorneweg: Das "Project Revolution" haben Linkin Park scheinbar immer noch nicht ins Laufen gebracht.
Was am signifikantesten auffällt, ist die Absenz von MC Mike Shinoda. Dieser bekommt zwar seinen ganz eigenen Rap-Track (Hands Held High, dessen Laschheit aber nicht mit dem coole Vorgängertrack Nobody's Listening mithalten kann), ist aber sonst nur wage vertreten, die typische Songstruktur "Intro - Shinoda-Rap - Bennington-Chorus - Rap" usw. scheint also gebrochen. Das ist vielleicht eine Innovation für Linkin Park, allgemein gesehen wird daraus jedoch keine Chance ergriffen, einmal etwas Neues zu kreieren, man bleibt viel lieber auf der Mischung aus Rocksongs und Balladen sitzen. Besonders letztere gibt es auffallend oft zu hören - man kann sich praktisch darauf verlassen, nach jedem schnelleren Lied in den Genuss einer solchen zu kommen, außer gegen Ende, wo Linkin Park ab No More Sorrows nur mehr auf diesen Stil bauen. Nicht, dass Balladen etwas Schlechtes wären, bei so viel Spielraum schafft es die Band aber dennoch nicht, viel Innovatives oder Hervorstechendes an den Mann zu bringen.
Was diesbezüglich gefällt, ist beispielsweise die Gitarre in In Pieces oder der Aufbau bei The Little Things Give You Away. Allgemein gesehen ist auch die Häufigkeit von Gitarrensolos ein interessantes Novum, oder dass Mike einen Track vollständig singt, anstatt zu rappen. Leider können diese Dinge nicht darüber hinwegwirken, dass es sich insgesamt um ein sehr lasches Stück Musik handelt, trotz Powertracks wie Given Up. Vielleicht hätten Linkin Park doch besser bei ihrem alten Stil bleiben sollen, dessen Songs zwar meist völlig gleich klangen, aber immerhin auf jedem Album zwei, drei Ohrwürmer zu finden waren. Auch dass die zwar altbackene, aber dennoch im Genre gar nicht mal so häufig vertretene Mischung aus Hip-Hop und Rock (lässt man lediglich Limp Bizkit beiseite) aufgegeben wurde, sorgt wohl für die Missstimmung. So ergaben sich früher immerhin ein paar gut zusammengestellte Kostellationen aus den beiden Genres, was auf diesem Album nur mehr bei Bleed It Out der Fall ist. Dazu trägt auch bei, dass sich der für die Elektronik und das Scratching zuständige Mr. Hahn dieses Mal sehr zurückhält, ja man sogar glauben könnte, die Band hätte sich von ihm verabschiedet.

Enttäuschend ist, dass man das wirklich coole QWERTY, das als Vorab-Livetrack fungierte, nicht auf diesem Album vorfindet. Stattdessen ist es auf einen Sampler gebrannt, der nur Mitgliedern des offiziellen, kostenpflichtigen Fanclubs zusteht.

Tracklist:
01 | Wake
02 | Given Up
03 | Leave Out All the Rest
04 | Bleed It Out
05 | Shadow of the Day
06 | What I've Done
07 | Hands Held Hight
08 | No More Sorrow
09 | Valentine's Day
10 | In Between
11 | In Pieces
12 | The Little Things Give You Away

Bewertung: 3 / 10 Punkten
Anspieltipps: Given Up, Bleed It Out, The Little Things Give You Away
Links:
Offizielle Seite (zu hören: Given Up)
Weitaus informativere Fansite
News zum offiziellen Pre-Listening auf Laut.fm
9.5.07 20:52


Explosions In The Hearts

Tja, leider gibt es schlechte Nachrichten für Post-Rock-Fans aus dem europäischen Raum zu verkünden:
Die noch folgenden Termine der Sommertour von Explosions in the Sky mussten abgesagt werden. Schuld daran trägt ein schwerer Krankheitsfall in der Familie eines der Mitglieder, weswegen Konzerte für die Band bis auf weiteres nicht möglich sind. Man ist aber bemüht, so viele Termine wie möglich im Herbst nachzuholen, wenn EitS erneut auf Tour gehen.
11.5.07 13:14


Das Zweite vom Ersten und das Vierte vom Zweiten

Live: Red Sparowes, Manfred Hofer
17.04.2007 // Szene, Wien

Nach der Ankunft in der Szene hieß es erst einmal: warten. Immerhin war das Konzert für 20:00 Uhr angesetzt, die Vor"band" begann aber erst um 20:45 Uhr, was scheinbar nur ich und meine zwei Freunde nicht wussten.

Jedenfalls handelte es sich dabei um Manfred Hofer, einem Solo-Bassisten, der zuerst einen Kontrabass malträtierte, um anschließend auf den elektronischen Viersaiter umzusteigen, wo er mit Hilfe von einer Menge Effekten und Gegenständen wie Metallstäbchen oder zwischen die Saiten geklemmte Medizindosen sehr interessante Klänge aus dem Instrument hervorholte, was sich beispielsweise in einem Trommeln auf erwähnten Dosen äußerte. Nach einer Blues-Nummer und einer sehr schönen Ballade ging es noch einmal an den großen Bruder des E-Basses, der eine exzessive Saitenlockerung über sich ergehen lassen musste, nur um dann handsägenartig mit dem Streichbogen bearbeitet zu werden.
Der locker gestimmte, österreichische Musiker ging jedenfalls mit viel Innovation und Können an die Sache, was die ersten 45 Minuten zu einem interessanten Hörerlebnis machte.

Einige Zeit später betraten unter Applaus auch die Red Sparowes den nun schon kräftig gefüllten Saal, was uns Sitzenbleiber gewissermaßen zum Aufstehen zwang - wobei es eigentlich die anderen Konzertbesucher waren, die lieber standen als entspannt am Boden zu hocken. Losgelegt wurde gleich mit ordentlichem Karacho und "Buildings Began to Strech Wide...", was die Stimmung nach der Wartezeit sofort steigen ließ.
Was das Visuelle betrifft, wurde an der Bühnenhinterseite eine Leinwand aufgespannt, auf der im Breitformat kleine Filmchen oder Bildcollagen gezeigt wurden. Handelte es sich bei dem aktuellen Song um einen des Debütalbums "At the Soundless Dawn", gab es verlassene Gebäude, weite Stadtlandschaften sowie Momentaufnahmen von Menschen und Tieren im Grünstich zu sehen. Zu "Every Red Heart Shines Toward the Red Sun" wurden Filmaufnahmen zum Aufstieg und Fall Máo Zédongs gezeigt - beides also passend zu den Themen der jeweiligen Alben.
Aber auch die Band selbst war bühnenaktiv. Obwohl es keinerlei Gesang gab, wurde während der rockigeren Stellen (die sich sehr ausgewogen mit den langsameren Passagen abwechselten) mächtig viel herumgesprungen und -getanzt, was sich zumindest teilweise auch aufs Publikum übertrug. So gesehen war neben der natürlich tollen Musik zusätzlich für Unterhaltung gesorgt.
Bezüglich dieser muss man anmerken, dass manchmal mit zu viel des Guten gearbeitet wurde. Es ist klar, dass bei drei Gitarren und einem Bass keine sonderlich klaren Melodie hervorstechen, aber was auf dem Album noch gut strukturiert herüberkommt, geht live manchesmal etwas unter. Kennt man die einzelnen Lieder also nicht, dürfte es wohl schwer fallen, die markanten Stellen herauszuhören. Ansonsten war die Tontechnik aber nicht schlecht, auch von der Lautstärke her war die Musik genau passend.

Nach geschätzten 1 1/4 Stunden wurde das Mikrofon zum ersten Mal genutzt und mit "Thank you, this is our last song" das vermeintlich letzte Lied eingeleitet. Nach dem Abtreten der Band blieb es natürlich nicht ruhig, und nach langem Applaus auch meinerseits betraten die Red Sparowes erneut die Bühne, um geschlagene 17 Minuten lang eine Zugabe zu geben, die natürlich nur aus einem Lied bestand. Ja, das ist Post-Rock!

Setliste
coming soon...
19.5.07 23:27


Don't resist!

20.5.07 00:03


Porcupine Tree: Fear of a Blank Planet

22.5.07 23:10


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