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God Is An Astronaut

Far From Refuge
(2007)

Genre: Post Rock, Ambient
Ähnlich wie: Mogwai, Sigur Rós, Oceansize

Schon mit Tempus Horizon wurde aufmerksamen Post-Rock-Hörern auf dem Gratis-Sampler The Silent Ballet Volume II ein kleiner Vorgeschmack auf das nun erhältliche Album geliefert, welches die Gesamtstimmung sehr gut übermittelt.
Zu hören gibt es auch auf dem dritten regulären Album wieder wunderbare Instrumentalmusik, die sich dieses Mal aller innerhalb des Genres vorhandener Stilmittel bedient. So reicht die Musik von elektronischen Tracks, die man aus den Anfangszeiten von God Is An Astronaut kennt, über Stücke mit klassischer Besetzung à la Gitarre/Bass/Schlagzeug bis hin zu Klaviermelodien, denen man als Hörer der Band ebenso nicht abgeneigt sein sollte.
Ein weiteres bekanntes, aber dadurch nicht minder postives Merkmal ist die "Mitwippfähigkeit", die viele Songs bieten - soll heißen, dass sie trotzdem sie wohl kaum im Radio gespielt würden sehr anregend und stimmig sein können. Überall ist das zwar nicht der Fall - so verleitet die Klaviernummer Darkfall eher zum Weiterschalten als Aufspringen, erscheint sie doch sehr unambitioniert -, jedoch können die 9 Titel der CD in ihrer Gesamtheit mehr als überzeugen. Angenehm ist auch deren Länge: Natürlich ist man von Post Rock weit ausschweifende Lieder gewohnt, was keinesfalls negativ zu bemerken ist. Allerdings sind Liedlängen, die sich im durchschnittlichen Bereich von 5 Minuten bewegen, auch keine uninteressante Erfahrung, da durch diese verglichene Kompaktheit die Melodien sehr gut zur Geltung kommen und man viel eher gewillt ist, sich auf eine solche einzulassen.

Stimmig gesehen erlebt man als Zuhörer erneut eine große Variität von Emotionen, die von angenehm-ruhig über traurig-nachdenklich bis hin zu entspannend-schön reichen. Diese Themen sind zeitweise in einem einzelnen Song verpackt, wodurch man womöglich gewissen Gemütsschwankungen unterliegt - was von Vor- oder Nachteil sein kann.
Fest steht jedoch, dass God Is An Astronaut es erneut geschafft haben, ein bemerkenswertes Album zu produzieren, welches unbedingt auf Längeres in Erinnerung bleiben sollte.

Tracklist:
01 | Radau
02 | Far From Refuge
03 | Sunrise In Aries
04 | Grace Descending
05 | New Years End
06 | Darkfall
07 | Tempus Horizon
08 | Lateral Noise
09 | Beyond the Dying Light

Bewertung: 9 / 10 Punkten
Anspieltipps: Far From Refuge, Sunrise In Aeries, Tempus Horizon
Links:
Offizielle Seite
5.6.07 23:10


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Rock im Park: Das Resumee!

So.. nachdem ich gestern von Rock im Park wieder heimgekehrt bin, möchte ich dem Blog-Leser natürlich nicht meine Erfahrungen dort, insbesondere bezüglich der Konzerte, vorenthalten.
Somit gibt es also ab morgen täglich einen Bericht über die musikalischen Erlebnisse eines RiP-Tages und hier schon mal einige allgemeine Bemerkungen:

• Beim nächsten Mal ist es unbedingt von Nöten, so früh wie möglich zu kommen! Wer nicht auf einem Hügel mit ca. 30° Neigung schlafen möchte, sollte schon donnerstags vor Ort sein.

• Das mit Abstand Teuerste waren wohl die Getränke - 3,30€ sowohl für Bier, als auch für Cola oder sogar Mineralwasser ist ein neuer Höchstrekord. Einen Euro Pfand muss man zudem auch immer parat haben...

• Die Shirt-Preise waren in Ordnung, offizielle Festivalbekleidung gab es in zahlreichen Variationen für nicht übermäßig viel Geld, was man von einigem Band-Merchandise nicht behaupten kann.

• Auf dem riesigen Areal braucht man gut und gerne 25 Minuten vom Zelt bis zu einer Bühne, dafür gibt es auch recht viel zu entdecken und man kann seine Zeit dort ganz gut verbringen.

• Die Indoor-Bühne (Club Stage) ist ein Segen! Nicht nur, dass die Liebhaber von unterdachten Bühnen so eine Anlaufstelle bekommen, auch nach heftigen Regengüssen bietet sie die Möglichkeit zum Aufwärmen und gemütlichen Hinsetzen.

• Wenn man durch die Hitze im Zelt schon vor 12 Uhr wach wird, sollte man sich eine Beschäftigung suchen, denn erst ab dann ist der Zutritt zum Bühnenareal möglich.
Wegen der Partystimmung, die durchschnittlich bis 6 Uhr lautstark zu hören ist, ist ein Ausschlafen aber sowieso das Beste.

• Es ist toll, ein solch großes Bandangebot zu haben, was darunter leidet sind jedoch Füße, Beine und der Rücken. Stundenlanges Stehen ist manchmal echt nicht schön...

So, genug derweil, morgen gibt es Berichte u.a. von Good Charlotte, Korn und As I Lay Dying.
5.6.07 23:30


Rock im Park: Tag 1

So, etwas verspätet kommen nun meine Konzerteindrücke des ersten Tages bei Rock im Park:

Good Charlotte
Leider sind wir erst nach der Hälfte der Spielzeit angekommen - gespielt wurde jedenfalls ein solides Set mit scheinbar allen neuen und alten Hits, jedenfalls konnte man Lieder wie Keep Your Hands Off My Girl auch von weitem schon hören, ob ein Schwerpunkt auf das neue Album gelegt wurde, kann ich aber nicht sagen. Die Performance war nicht überragend, aber in Ordnung, das Spiel der Musik ziemlich gut. Es gab zwar nichts Weltbewegendes, aber doch nette Musik zu hören.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Korn
Die Band hat mich, dafür, dass ich mich ziemlich auf sie gefreut hatte, nicht sonderlich überzeugt. Vielleicht lag es nur an der Stimmung (Regen, aber dennoch hellster Himmel - nicht gerade meine Favoriten für ein Open-Air-Konzert), aber live kam mir Korns Musik relativ lasch vor, wobei sie auf den Alben ziemlich abgehen. Es ist allerdings auf jeden Fall positiv zu bemerken, dass auch genügend "Klassiker" der ersten Platten gespielt wurde und sich das neue Material in Grenzen hielt. Trotzdem kamen mir die Bandmitglieder schlichtweg zu energielos vor, als ob sie einfach nur ihr Set runterspielen wollten.
Bewertung: 5 / 10 Punkten

As I Lay Dying
Das Konzert war eine richtige Überraschung für mich. Ich bin ja sonst eher kein Fan von Metalcore, diese Band hat es allerdings geschafft, mich zum Bangen zu bringen und selbst nach einem langen, anstregenden Tag Energien zu wecken. Klar gab es mal wieder die üblichen Stilmittel zu hören - brüllender Gesang, hämmernde Riffs, Gitarrensoli -, trotzdem hatte die Gruppe das gewisse Etwas, das ihren Sound interessant machte. Vielleicht, weil sie im Gegensatz zu verwandten Bands auf das so genannte Gitarrengewichse mit hohen Tönen unterhalb des 17. Bundes verzichteten und eher auf dumpf-dröhnende Riffs bauten. Somit also des Nachts ein sehr nettes Erlebnis.
Bewertung: 8 / 10 Punkten

Chimaira
Hm, bei dieser Band kam im Grunde viel mehr das zum Tragen, was ich bei AILD als Genre-Standard bezeichnet habe - denn die Gruppe ging offenbar mit wenig Innovation an die Sache. Gut, es gab einen Keyboarder, nur war dessen Musik kaum zu hören; ob das beabsichtigt war oder nur an der Geräuschkulisse lag, bleibt offen. Ich kann jedenfalls nicht sagen, dass diese Band meine vorgänglichen Euphorien weitertragen konnte, auch wenn sie offenbar mit viel Energie und Willen an der Sache waren.
Bewertung: 3 / 10 Punkten

Das waren also nun die ersten Bands, deren Musik meine Augen und Ohren auf dem Festival aufnahmen, morgen geht es weiter - u.a. mit Billy Talent, Muse und Enter Shikari.
7.6.07 23:34


Rock im Park: Tag 2

The Used
Von den großen Shows, die man der Band nachsagt (Sänger Bert soll sich schon mehrere Male so verausgabt haben, dass er auf der Bühne zusammenbrach), war leider nicht sonderlich viel zu sehen - gut, es war ein Festivalauftritt, aber etwas mehr Bühnenperformance hätte ich mir schon erwartet. Die musikalische Darbietung war allerdings in Ordnung, hauptsächlich wurden natürlich Songs des neuen Albums Lies for the Liars gespielt, aber auch bekannte Lieder des Vorgängers, etwa Take It Away waren dabei. Vermisst habe ich nur die härteren Stücke aus Debütalben-Zeiten, diese waren aber wohl nicht massenkonform genug.
Bewertung: 5 / 10 Punkten

Billy Talent
Der Auftritt der Band war gut, ohne Zweifel - bei nur zwei Alben kann man bezüglich der Auswahl der Lieder sowieso nicht viel falsch machen, was die Qualität der Show aber nicht schmälern soll -, was im Grunde störte waren die mich umgebenden Zuseher: Obwohl ich und meine Freundin relativ weit vorne standen (sprich, so weit man ohne gröberes Gedränge kommt), waren wir von einer Vielzahl an Leuten umgeben, die sich lieber unterhielten, in die Luft starrten oder sich über die Band beschwerten (schöne Grüße an den Dicken mit der Brille!). Klar muss nicht überall die Party abgehen, aber abgesehen davon, dass gelangweilte, aber dennoch die vorderen Reihen blockierende Leute schon schlimm genug sind, werden diese wohl nur durch fröhlich plaudernde Individuen in ihrer Lästigkeit übertroffen, wie man eindrucksvoll mitbekommen durfte.
Egal, genug beschwert, die Musik war nichtsdestotrotz gut und regte zumindest mich und meine Freundin zur Bewegung an, was immer ein positiver Faktor ist.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

Muse
Bei Muse driftete die Stimmung schon wieder ins Positive, was ganz bestimmt auch an der fabelhaften Musik lag, die die drei Mannen dem Nürnberger Publikum baten. Kein wichtiger Hit wurde ausgelassen und sogar das elektro-lastige Map of the Problematik wurde zum Besten gegeben - das Ganze noch dazu vor drei riesigen Zusatzleuchtkörpern, die das Ambiente unter dem nun schon dunkler werdenden Himmel nur verstärkten. Außerdem wurde endlich einmal richtiger Gebrauch von den sonst nur Nahaufnahmen der Musiker liefernden Videowände gemacht, als besagte Aufnahmen entweder mit Effekten versehen oder ganz durch zum jeweiligen Lied passende Animationen ersetzt wurden. So ergab sich ein sehr lobenswertes Gesamtbild, wozu die Band aber immer noch den größten Teil beitrug.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Funeral For A Friend
Nun ja, was soll man sagen? Ich als Ablehner des neuen Albums Tales Don't Tell Themselves hatte schon am Opener Into Oblivion keine Freude, wobei es gelogen wäre zu sagen, meine Stimmung hätte sich danach nicht verbessert. Natürlich wurden nicht nur Lieder des aktuellen Machwerks dem Publikum präsentiert, auch Tracks von Hours oder Casually Dressed & Deep In Conversation gab es zu hören. Letztere hielten sich aber im Hintergrund, und über das Fehlen von Singles wie Bullet Theorie war ich schon enttäuscht, auch hätte ich gedacht, Red Is The New Black hören zu können. Na ja, zu kurz war es ganz einfach, was wieder einmal nicht die Schuld der live eigentlich gut zu hörenden Band ist, aber trotzdem einen Wehmutstropfen darstellt.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Enter Shikari
Es tut mir Leid, aber ich komme nicht darum, die Liveauftritte dieser Band hervorzuheben. Selten hat mich eine Band in ihren Konzertauftritten so überzeugt, was viel weniger als der (zweifelsohne guten) Musik, als an der Stimmung, die Enter Shikari übermitteln und aufzeigen, liegt. Trotz der vielen Shows, die die Gruppe seit ihrer Entstehung schon gespielt hat, ist man immer noch voll bei der Sache und zeigt keinerlei Zeichen von Ermüdung, den Zusehern einen aufregenden Abend zu bescheren. Und obwohl ich persönlich Club und kleine Lokationen bevorzuge, habe ich mich von der (nicht kleinen) Menge mitreißen lassen und hatte fast noch mehr Spaß als bei meinem ersten Enter-Shikari-Konzert im April. Ich hoffe bloß inständig, dass dies nicht das letzte Mal gewesen ist, dass ich nach 4 Akkorden gemeinsam mit Umstehenden drei Mal in die Hände klatsche.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Und auch Tag 2 ist beschrieben - ohne Linkin Park, die ich ja nur für ~5 Lieder zu Gesicht bekam. Wer Näheres wissen will, muss sich da schon an meine Freundin wenden...
13.6.07 05:48


Enter Shikari

Take To The Skies
(2007)

Genre: Hardcore, Metalcore, Trance
Ähnlich wie: Alexisonfire, HORSE the band

Wenn man etwas von der Nicht-mehr-ganz-so-Newcomer-Band Enter Shikari hört, dann ist es meist zuerst, dass sie als erst zweite Band ohne Plattenvertrag im berühmten London Astoria Theatre ausverkauft gespielt haben. Nach fast vier Jahren des Konzertspielens - nur mit einigen selbsterstellen und bei den Shows -vertriebenen EPs als Aufhänger - war es nun an der Zeit, ein vollwertiges Album auf den Markt zu bringen, das langjährigen Fans, als auch Unbekannten Enter Shikaris Musik im handfesten Format bieten soll.

Denn nicht weniger fulminant als deren Live-Shows ist der Tonträger des britischen Quartetts: Zwar werden teilweise auch die sanfteren Gemüter bedient, deren Bedürftnisse auf der Bühne oft ausgelassen werden (Today Won't Go Down In History, Adieu), insgesamt geht es aber flott, kraftvoll und mit viel Geschrei zur Sache. Denn auch das nicht unbedingt Neue, aber durchaus Seltene und Besondere an Enter Shikari: Die interessante Mischung aus Hard- bzw. Metalcore und elektronischen Trancesounds, die nur für sich oder in Kombination mit den Gitarrenriffs dem Hörer entgegengeschmettert werden. So entsteht schnell Partystimmung, man möchte aufhüpfen, tanzen und mitsingen, wenn die beiden Vokalisten Rou Reynolds und Chris Batten ihre Stimme erheben - was nur durch die genial-stimmigen Interludes unterbrochen wird, die diverse Lieder einleiten oder ausklingen lassen.
Allerdings sollte an dieser Stelle unbedingt eingeworfen werden, dass es sich dabei nicht nur um stupide Technohymnen handelt, die mit einem Schuss Rock versehen wurden. Nein, denn die beschriebenen Kombinationen sind intelligent gewählt, der Trance ist kein Ersatz für fehlende Stimmgewandtnis und umgekehrt. Auch die Texte erschließen sich einem zwar nicht immer vollends, weisen aber durchaus Abwechslung und die Ambition, damit etwas aussagen zu wollen, auf.

Der einzige Kritikpunkt wäre wohl das schlechte Mastering, das an einigen Stellen deutlich zu hören ist. Es ist schade, wenn der Bass so sehr in den Hintergrund rückt oder die Stimme alles übertönt - alles keine Dinge, die sich durch mehr als ein paar Passagen ziehen, aber dennoch unangenehm auffallen. Musikalisch wurde hier nämlich großartige Arbeit geleistet, die bei Weitem nicht nur Freunde des Massennachtlebens begeistern wird.

Tracklist:
01 |
02 | Enter Shikari
03 | Mothership
04 | Anything Can Happen in the Next Half Hour...
05 |
06 | Labyrinth
07 | No Sssweat
08 | Today Won't Go Down In History
09 |
10 | Return to Enegiser
11 |
12 | Sorry, You're Not A Winner
13 |
14 | Jonny Sniper
15 | Adieu
16 | OK, Time For Plan B
17 |

Bewertung: 10 / 10 Punkten
Anspieltipps: Mothership, Return to Energiser, Sorry, You're Not A Winner, Adieu
Links:
Offizielle Seite
Sehr aktueller Fanblog
Englischsprachiges Fanforum
13.6.07 06:12


God Given?

Seit dem ersten Juni gibt es Stone Sours Zweitwerk Come What(ever) May als Special Edition bei uns zu kaufen - neben dem Original-Album enthält sie zusätzlich 6 Bonustracks sowie eine DVD mit allen Musikvideos bzw. einem kompletten Konzert der Band.
Da die Scheibe in den USA allerdings erst in gut zwei Wochen erscheint, gibt es für alle an den neuen Tracks Intereressierten das Lied Suffer nun als Gratis-Download auf der offiziellen Homepage zu finden. Dafür müssen allerdings ein paar persönliche Daten eingegeben werden, deren Richtigkeit aber höchstwahrscheinlich nicht überprüft wird.

Auch die Nine Inch Nails zeigen sich erneut spendierfreudig und bieten auf ihrer Homepage nun drei weitere Tracks des aktuellen Albums Year Zero als Download im Multitrack-Format an. Es liegt also wieder an den Fans, mit Garage Band oder einem ähnlichen Programm den Songs einen neuen Schliff zu verpassen.

Links:
Stone Sour - Suffer
The Beginning of the End, Vessel und God Given als remixbare Versionen
14.6.07 18:26


Rock im Park: Tag 3

30 Seconds to Mars
Etwas poserhaft kam der von weiblichen Fans angehimmelte Jared Leto doch herüber, als er mit wehender Kleidung die Bühne betrat und dort auch sehr anständig sein Ding durchzog. Die anderen Bandmitglieder traten wie gewohnt in den Hintergrund, was aber nichts an der Qualität der Musik änderte, an der im Grunde nichts auszusetzen ist. Leto bewies, dass er auch live stimmlich überzeugen kann, Parallelen zu den Albenaufnahmen wurden also deutlich. Richtig interessant wurde es erst, als er während des wohl allseits bekannten The Kill durch den (allerdings umzäunten) Gang zwischen den Fans als einer der ersten Sänger marschierte und sich plötzlich in der Mitte der Menge blicken ließ, was von umstehenden Fans natürlich sehr positiv aufgenommen wurde. Auch sonst war die Show, die wie erwähnt hauptsächlich der Sänger lieferte, für die kurze Spielzeit wirklich ansprechend. Was dann aber doch etwas zu pompös herüberkam, war das eingespielte Intro, welches unkreativerweise aus O Fortuna bestand. Na ja.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

From Autumn To Ashes
Ich ärgere mich immer noch, meine Lieblingsnummer On the Offensive verpasst zu haben, da man sich scheinbar dafür entschied, 5 Minuten früher zu beginnen und wir noch bei Wolfmother hangen. Umso größer war die Enttäuschung, als bemerkbar wurde, wie gut die Band live ist. Obwohl Sänger Francis Mark nun sowohl für die gesungenen, als auch für die geschrieenen Parts zuständig ist, zeigte dieser keine Ermüdung und hiel die Menge gesanglich konsequent bei Laune. Bei der Songauswahl wurde natürlich der Schwerpunkt auf das neuste Machwerk Holding A Wolf By the Ears gelegt, was mich persönlich aber nicht im Geringsten störte - immerhin blieb es auch nicht nur dabei, ebenso Abandon Your Friends oder The Fiction We Live wurden berücksichtigt. Somit also ein überdurchschnittlich guter Auftritt, der mit The After Dinner Payback auch wunderbar beendet wurde.
Bewertung: 9 / 10 Punkten

Papa Roach
... sagten kurzfristig ab, der Sänger hätte keine Stimme mehr. Lustig war, wie die aufgebrachte Menge dem Überbringer der Nachricht die Schuld gab...
Bewertung: -

Killswitch Engage
Nun, ein paar Lieder haben mir wirklich zugesagt, generell finde ich die Band live aber nicht sonderlich herausragend. Natürlich kann man Ähnlichkeiten mit den aufgenommenen Liedern feststellen, allerdings ist da auch immer etwas im Hintergrund, das einen eben lieber diese hören lässt, als einem Konzert der Band beizuwohnen. Einerseits ging der Gesang manchmal in der Musik unter, andererseits waren die Lieder zeitweise gar nicht zu unterscheiden, was nicht so ein Problem ist, aber angemerkt werden sollte - immerhin merkte es sogar meine Freundin an, die Killswitch-Engage-Fan ist. Schlecht war das Konzert trotzdem nicht, obwohl es mich nicht wirklich zum Mitrocken bewegen konnte - ob das aber nur an der Musik oder auch an meinem Zustand nach langer Zeit des Stehens und des schlechten Schlafes lag, kann sich jeder selbst ausdenken. ; )
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Stone Sour
Wow, ich muss sagen, dass mich Stone Sour wirklich überzeugt haben. Und zwar in dem Sinne, dass ich sie vorher bis auf das nicht zu überhörende Through Glass noch nicht kannte und den Großteil ihrer Lieder nun zum ersten Mal hörte. Die Band bemühte sich wirklich um Stimmung, und ihre powervollen Lieder trugen auch sehr gut dazu bei. Als oben erwähnte Ballade angestimmt wurde, kam diese sogar etwas fehl am Platz herüber - klar, auf Grund ihrer Bekanntheit durfte sie natürlich nicht fehlen, nach all den Rocksongs schien sie aber doch etwas unpassend, was anschließend auch Sänger Corey Taylor bemerkte und schnell wieder auf den Standard-Stil der Gruppe wechselte. Dies ist aber keineswegs abwertend zu sehen, denn die Musik war dennoch ziemlich abwechslungsreich, ohne das Genre zu verlassen. Das haben Stone Sour auch gut herübergebracht.
Bewertung: 8 / 10 Punkten

So, das waren also die Berichte der Konzerte, denen ich beim Rock im Park beiwohnen durfte. Ich hoffe, es konnte (teilweise verspätet, aber doch) ein kleiner Eindruck des noch viel größeren Festivals gewonnen werden.
19.6.07 00:47


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