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This isn't meant to last - this is for right now!

Live: Nine Inch Nails
29.03.2007 // Gasometer, Wien

Gestern war es endlich so weit - ich sollte die Nine Inch Nails zum ersten Mal in meinem Fanleben (das mittlerweile gute zweieinhalb Jahre andauert) live sehen!
Nachdem ich mich mit 3 Gefährten vor dem Gasometer traf und wir noch einen kleinen Abstecher beim McDonald's absolvierten, ging es in die BACA-Halle, wo nach dem Abgeben der Sachen erstmal ein Besuch beim Merchandise-Stand Pflicht war. (Erfahrungen haben gezeigt, dass man so etwas immer so schnell wie möglich durchführen sollte, wenn man ein Shirt in seiner Größe haben will...) Nach dem Kauf eines ziemlich geilen T-Shirts (auf dem der Bandname ausnahmsweise sogar mal ausgeschrieben ist!) machten wir uns auf in Richtung Bühne, wo alsbald dann auch der Support Ladytron begann.
Deren Musik war eigentlich recht ansprechend, es handelte sich um eine Art Elektro-/Industrial-Pop - wobei die Band (vor allem die beiden Frontwomen) nicht viel Ambitionen gezeigt haben, das Publikum anzuheizen oder überhaupt bei ihrer eigenen Musik etwas euphorisch zu werden. Man muss es nicht übertreiben, aber die lethargischen Stillstand-Bewegungen waren nicht wirklich überzeugend. Dafür, dass die Band aber nur eine knappe Dreiviertelstunde spielte, aber schon OK, denn der Sound war wie gesagt durchaus hörbar.

Nach einigen Umbauarbeiten war es endlich so weit: Die Nine Inch Nails betraten die Bühne und starteten gleich mit Somewhat Damaged, das schon auf The Fragile gut als Opener funktioniert hat. Die Menge war beim Refrain dann gleich voll dabei, was sich bis zum besinnlichen Something I Can Never Have auch so gehalten hat.
Bald darauf kam der NIN-Nummer-1-Song Closer an die Reihe, gefolgt vom live gespielt großartigen Burn. Besonders bei vorigem Song war die Stimmung natürlich auf dem Höhepunkt, und nachdem man die ganze Halle bei Something I Can Never Have schon in höchsten Tönen singen hat hören, bestätigte sich dies bei diesem Lied nur noch.
Eine echter Überraschung war Eraser, von dem ich mir nicht gedacht hätte, NIN würden es live spielen - nun ja, glücklicherweise taten sie es doch! Dasselbe gilt für The Big Come Down, dass zumindest früher eher als seltenes Livelied gesehen wurde, dabei klingt es so (mit E- statt Akustik-Gitarre) noch gleich viel besser, kranker, abgedrehter. Ebenso Only wurde modifiziert, sodass aus dem elektronischen Song eine weitaus rockigere Version wurde, bei der der Computer in den Hinter- und die schrammigen Gitarren in den Vordergrund rückten - so, dass ich das Stück zuerst gar nicht erkannte, danach aber umso begeisterter war.
Gegen Ende (nach dem ebenfalls überraschenden Dead Souls) musste natürlich Hurt gespielt werden, bei dem eine noch schönere Stimmung als bei Something I Can Never Have auftraten und wahrscheinlich wirklich die gesamte Halle mitsang. Den kraftvollen Abschluss bildeten erwarteterweise The Hand That Feeds sowie Head Like A Hole.

Seltsamerweise wurde bei diesem Konzert kaum etwas zerstört oder irgendwie randaliert. Trent Reznor war zwar voll dabei, beugte und streckte sich, hüpfte herum und steckte viel Power in seinen Auftritt - das Equipment sowie die Bandmitglieder blieben aber heil. Schade, ich hätte gerne ein von Wasser überschüttetes Keyboard oder zumindest eine auseinander genommene Gitarre gesehen, aber dass das an der Qualität der Musik nichts geändert hat, dürfte sich von selbst verstehen.

Vermisst habe ich persönlich leider Reptile, The Line Begins To Blur, The Wretched und The Becoming. Dafür kann man natürlich nicht NIN die Schuld geben, da aus dem Pool unzähliger Songs immer welche ausgewählt und andere weggelassen werden müssen. Dennoch hat dieses Fehlen den ansonsten großartigen Abend ein kleines Bisschen getrübt.

Setlist
01 | Somewhat Damaged
02 | Last
03 | Sin
04 | March of the Pigs
05 | Something I Can Never Have
06 | Ruiner
07 | Closer
08 | Burn
09 | Gave Up
10 | Help Me I'm In Hell
11 | Eraser
12 | Wish
13 | The Big Come Down
14 | Survivalism
15 | Only
16 | Suck
17 | The Day the Whole World Went Away
18 | Dead Souls
19 | Hurt
20 | The Hand That Feeds
21 | Head Like A Hole

Links:
Thread mit Fotos und persönlichen Stellungennahmen
Offizielle Homepage
30.3.07 13:31
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mindblowjob (30.3.07 21:47)
und bei wish haben alle "FISTFUCK" geschrien : D


Insight the Outside (1.4.07 16:59)
Ich erinnere nur daran, was laut Trent auf seinem Grabstein stehen sollte:
"REZNOR: Died. Said 'fist fuck' and won a Grammy."
:D

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