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Every crowd has the right to surf

Live: Enter Shikari
17.04.2007 // Chelsea, Wien

Auf dieses Konzert zu gehen war eigentlich eine Spontanentscheidung, denn die Band kenne ich erst seit ca. 3 Wochen. Bei 9€ ließ ich mich aber nicht lumpen, und es soll schon mal gesagt werden, dass sie sich absolut gelohnt haben.

Ich und meine Freundin kamen um rund 21 Uhr im Chelsea an, wo angeblich schon der Eintritt stattfinden sollte - dem war auch so, allerdings war im Konzertbereich ohnehin noch nichts los, also tranken wir noch etwas, schauten uns beim Merchandise-Stand um und gaben unsere Sachen ab. Mit der Zeit füllte sich der Raum und auch wir suchten uns einen Platz in der rechts der Mitte, um auf die Band zu warten. Nach einem Elektro-Intro kam die dann auch auf die Bühne und legte nach dem Opener auch gleich mit Enter Shikari los.
Generell sei zu sagen, dass man der Band trotz mittlerweile fünfjähriger Live-Karriere immer noch den Spaß am Spielen deutlich anmerkt. Da wurde getanzt, gehüpft, auf den Tresen der Bar gestiegen, Grimassen gezogen, Mikrofone ins Auge gedrückt und so weiter. Auf der Bühne, natürlich. Sogar der Schlagzeuger ließ es sich nicht nehmen, bei einer der Tanzeinlagen, die zwischen den Songs ab und zu mal produziert wurden, von seinem Sesselchen übers Drumset auf die Bühne zu hüpfen, um seinen roboterartigen Tanz zu vollführen. Viel zu tun hatte aber vor allem der Erstsänger Rou Reynolds, der gleichzeitig auch für die Elektronik verantwortlich war und somit immer zwischen Synthesizer und Bühnenfront hin und her hüpfte, wenn er nicht gerade am Abtanzen war. Die anderen Musiker waren stattdessen eher mit dem Aufführen kleiner Bühnenstücke und Stagediven beschäftigt, um dessen angebliche Gefährlichkeit sich in einem kleinen Club wie dem Chelsea glücklicherweise keine Sorgen machte.
Insgesamt also eine tolle Show, die in ihrem Unterhaltungswert riesige Videoleinwände und aufwändige Lichtspiele mit Sicherheit übertrifft. Aber auch die Musik soll natürlich nicht zu kurz kommen, wobei es mir hier ebenso schwer fällt, negative Worte zu finden. Tontechnisch wurde wunderbare Arbeit geleistet, trotz des Mischmasches aus "traditionellen" Instrumenten und Trance-Sounds war jedes der Erstgenannten deutlich zu hören, was übrigens auch für den Gesang galt - hier konnte jedes Wort verstanden werden, das auch verstanden werden sollte. Laut war es, natürlich, aber das bestätigt im Grunde nur, dass selbst mit kraftvollen Boxen in einem kleinen Raum (der "Saal" war in etwa so groß wie ein Klassenzimmer) hörbare Musik gemacht werden kann.

Musikalisch wurde der Großteil des Debütalbums Take To The Skies gespielt, mit Ausnahme von Today Won't Go Down in History und Adieu, welche wegen ihres Ruhegrades ohnehin nicht zur aufgeheizten Menge gepasst hätten. Warum man aber Labyrinth ausgelassen hatte, ist fraglich, ich hätte mich jedenfalls darüber gefreut - als Entschädigung wurde allerdings neben den Trance-Einlagen und einem Remix von Mothership The Feast, eine Demo der Sorry You're Not A Winner-Single gespielt.

Nach dem circa einstündigen Konzert war ich dann so begeistert, dass ich mich doch noch für ein rotes No Sssweat-T-Shirt entschieden habe, obwohl ich davor mangels passender Größen bei den schwarzen Shirts eigentlich keines wollte. Jedoch unterstüzt man eine großartige Band wohl am besten beim konzerteigenen Merchandise-Stand, was ich mit insgesamt 17€ auch gerne getan habe.

Setliste (ohne Garantie)
01 | Intro
02 | Enter Shikari
03 | Return to Energiser
04 | The Feast
05 | Anything Can Happen in the Next Half Hour...
06 | No Sssweat
07 | Jonny Sniper
08 | Intro-Remix - Mothership
09 | Sorry You're Not A Winner
10 | OK, Time For Plan B
20.4.07 14:28
 


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