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Linkin Park

Minutes to Midnight
(2007)

Genre: Rock, Rap, Nu-Metal
Ähnlich wie: Papa Roach, Good Charlotte, Hoobastank

Gleich vorneweg: Das "Project Revolution" haben Linkin Park scheinbar immer noch nicht ins Laufen gebracht.
Was am signifikantesten auffällt, ist die Absenz von MC Mike Shinoda. Dieser bekommt zwar seinen ganz eigenen Rap-Track (Hands Held High, dessen Laschheit aber nicht mit dem coole Vorgängertrack Nobody's Listening mithalten kann), ist aber sonst nur wage vertreten, die typische Songstruktur "Intro - Shinoda-Rap - Bennington-Chorus - Rap" usw. scheint also gebrochen. Das ist vielleicht eine Innovation für Linkin Park, allgemein gesehen wird daraus jedoch keine Chance ergriffen, einmal etwas Neues zu kreieren, man bleibt viel lieber auf der Mischung aus Rocksongs und Balladen sitzen. Besonders letztere gibt es auffallend oft zu hören - man kann sich praktisch darauf verlassen, nach jedem schnelleren Lied in den Genuss einer solchen zu kommen, außer gegen Ende, wo Linkin Park ab No More Sorrows nur mehr auf diesen Stil bauen. Nicht, dass Balladen etwas Schlechtes wären, bei so viel Spielraum schafft es die Band aber dennoch nicht, viel Innovatives oder Hervorstechendes an den Mann zu bringen.
Was diesbezüglich gefällt, ist beispielsweise die Gitarre in In Pieces oder der Aufbau bei The Little Things Give You Away. Allgemein gesehen ist auch die Häufigkeit von Gitarrensolos ein interessantes Novum, oder dass Mike einen Track vollständig singt, anstatt zu rappen. Leider können diese Dinge nicht darüber hinwegwirken, dass es sich insgesamt um ein sehr lasches Stück Musik handelt, trotz Powertracks wie Given Up. Vielleicht hätten Linkin Park doch besser bei ihrem alten Stil bleiben sollen, dessen Songs zwar meist völlig gleich klangen, aber immerhin auf jedem Album zwei, drei Ohrwürmer zu finden waren. Auch dass die zwar altbackene, aber dennoch im Genre gar nicht mal so häufig vertretene Mischung aus Hip-Hop und Rock (lässt man lediglich Limp Bizkit beiseite) aufgegeben wurde, sorgt wohl für die Missstimmung. So ergaben sich früher immerhin ein paar gut zusammengestellte Kostellationen aus den beiden Genres, was auf diesem Album nur mehr bei Bleed It Out der Fall ist. Dazu trägt auch bei, dass sich der für die Elektronik und das Scratching zuständige Mr. Hahn dieses Mal sehr zurückhält, ja man sogar glauben könnte, die Band hätte sich von ihm verabschiedet.

Enttäuschend ist, dass man das wirklich coole QWERTY, das als Vorab-Livetrack fungierte, nicht auf diesem Album vorfindet. Stattdessen ist es auf einen Sampler gebrannt, der nur Mitgliedern des offiziellen, kostenpflichtigen Fanclubs zusteht.

Tracklist:
01 | Wake
02 | Given Up
03 | Leave Out All the Rest
04 | Bleed It Out
05 | Shadow of the Day
06 | What I've Done
07 | Hands Held Hight
08 | No More Sorrow
09 | Valentine's Day
10 | In Between
11 | In Pieces
12 | The Little Things Give You Away

Bewertung: 3 / 10 Punkten
Anspieltipps: Given Up, Bleed It Out, The Little Things Give You Away
Links:
Offizielle Seite (zu hören: Given Up)
Weitaus informativere Fansite
News zum offiziellen Pre-Listening auf Laut.fm
9.5.07 20:52
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mindblowjob (9.5.07 23:07)
ja, das unterschreibe ich sofort. shinoda fehlt echt sehr, sie klingen sehr nach 08/15. wenn du das schon schlimm fandest dann tu dir mal das neue manson album an das ist unpackbar fad.


Insight the Outside (10.5.07 08:45)
xD Werd ich sowieso machen, auch wenn mich das natürlich nicht hoffen lässt... fand Manson bisher eigentlich nicht schlecht.

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