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Das Zweite vom Ersten und das Vierte vom Zweiten

Live: Red Sparowes, Manfred Hofer
17.04.2007 // Szene, Wien

Nach der Ankunft in der Szene hieß es erst einmal: warten. Immerhin war das Konzert für 20:00 Uhr angesetzt, die Vor"band" begann aber erst um 20:45 Uhr, was scheinbar nur ich und meine zwei Freunde nicht wussten.

Jedenfalls handelte es sich dabei um Manfred Hofer, einem Solo-Bassisten, der zuerst einen Kontrabass malträtierte, um anschließend auf den elektronischen Viersaiter umzusteigen, wo er mit Hilfe von einer Menge Effekten und Gegenständen wie Metallstäbchen oder zwischen die Saiten geklemmte Medizindosen sehr interessante Klänge aus dem Instrument hervorholte, was sich beispielsweise in einem Trommeln auf erwähnten Dosen äußerte. Nach einer Blues-Nummer und einer sehr schönen Ballade ging es noch einmal an den großen Bruder des E-Basses, der eine exzessive Saitenlockerung über sich ergehen lassen musste, nur um dann handsägenartig mit dem Streichbogen bearbeitet zu werden.
Der locker gestimmte, österreichische Musiker ging jedenfalls mit viel Innovation und Können an die Sache, was die ersten 45 Minuten zu einem interessanten Hörerlebnis machte.

Einige Zeit später betraten unter Applaus auch die Red Sparowes den nun schon kräftig gefüllten Saal, was uns Sitzenbleiber gewissermaßen zum Aufstehen zwang - wobei es eigentlich die anderen Konzertbesucher waren, die lieber standen als entspannt am Boden zu hocken. Losgelegt wurde gleich mit ordentlichem Karacho und "Buildings Began to Strech Wide...", was die Stimmung nach der Wartezeit sofort steigen ließ.
Was das Visuelle betrifft, wurde an der Bühnenhinterseite eine Leinwand aufgespannt, auf der im Breitformat kleine Filmchen oder Bildcollagen gezeigt wurden. Handelte es sich bei dem aktuellen Song um einen des Debütalbums "At the Soundless Dawn", gab es verlassene Gebäude, weite Stadtlandschaften sowie Momentaufnahmen von Menschen und Tieren im Grünstich zu sehen. Zu "Every Red Heart Shines Toward the Red Sun" wurden Filmaufnahmen zum Aufstieg und Fall Máo Zédongs gezeigt - beides also passend zu den Themen der jeweiligen Alben.
Aber auch die Band selbst war bühnenaktiv. Obwohl es keinerlei Gesang gab, wurde während der rockigeren Stellen (die sich sehr ausgewogen mit den langsameren Passagen abwechselten) mächtig viel herumgesprungen und -getanzt, was sich zumindest teilweise auch aufs Publikum übertrug. So gesehen war neben der natürlich tollen Musik zusätzlich für Unterhaltung gesorgt.
Bezüglich dieser muss man anmerken, dass manchmal mit zu viel des Guten gearbeitet wurde. Es ist klar, dass bei drei Gitarren und einem Bass keine sonderlich klaren Melodie hervorstechen, aber was auf dem Album noch gut strukturiert herüberkommt, geht live manchesmal etwas unter. Kennt man die einzelnen Lieder also nicht, dürfte es wohl schwer fallen, die markanten Stellen herauszuhören. Ansonsten war die Tontechnik aber nicht schlecht, auch von der Lautstärke her war die Musik genau passend.

Nach geschätzten 1 1/4 Stunden wurde das Mikrofon zum ersten Mal genutzt und mit "Thank you, this is our last song" das vermeintlich letzte Lied eingeleitet. Nach dem Abtreten der Band blieb es natürlich nicht ruhig, und nach langem Applaus auch meinerseits betraten die Red Sparowes erneut die Bühne, um geschlagene 17 Minuten lang eine Zugabe zu geben, die natürlich nur aus einem Lied bestand. Ja, das ist Post-Rock!

Setliste
coming soon...
19.5.07 23:27
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ina (20.5.07 00:00)
heast... es war in der szene, nicht im flex ; )


Chibi (20.5.07 16:28)
T_T
Ich trauere in Gedanken noch EitS nach, daher kommt das. :O


sebi (20.5.07 23:08)
kann ich verstehen ;_;

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