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Rock im Park: Tag 3

30 Seconds to Mars
Etwas poserhaft kam der von weiblichen Fans angehimmelte Jared Leto doch herüber, als er mit wehender Kleidung die Bühne betrat und dort auch sehr anständig sein Ding durchzog. Die anderen Bandmitglieder traten wie gewohnt in den Hintergrund, was aber nichts an der Qualität der Musik änderte, an der im Grunde nichts auszusetzen ist. Leto bewies, dass er auch live stimmlich überzeugen kann, Parallelen zu den Albenaufnahmen wurden also deutlich. Richtig interessant wurde es erst, als er während des wohl allseits bekannten The Kill durch den (allerdings umzäunten) Gang zwischen den Fans als einer der ersten Sänger marschierte und sich plötzlich in der Mitte der Menge blicken ließ, was von umstehenden Fans natürlich sehr positiv aufgenommen wurde. Auch sonst war die Show, die wie erwähnt hauptsächlich der Sänger lieferte, für die kurze Spielzeit wirklich ansprechend. Was dann aber doch etwas zu pompös herüberkam, war das eingespielte Intro, welches unkreativerweise aus O Fortuna bestand. Na ja.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

From Autumn To Ashes
Ich ärgere mich immer noch, meine Lieblingsnummer On the Offensive verpasst zu haben, da man sich scheinbar dafür entschied, 5 Minuten früher zu beginnen und wir noch bei Wolfmother hangen. Umso größer war die Enttäuschung, als bemerkbar wurde, wie gut die Band live ist. Obwohl Sänger Francis Mark nun sowohl für die gesungenen, als auch für die geschrieenen Parts zuständig ist, zeigte dieser keine Ermüdung und hiel die Menge gesanglich konsequent bei Laune. Bei der Songauswahl wurde natürlich der Schwerpunkt auf das neuste Machwerk Holding A Wolf By the Ears gelegt, was mich persönlich aber nicht im Geringsten störte - immerhin blieb es auch nicht nur dabei, ebenso Abandon Your Friends oder The Fiction We Live wurden berücksichtigt. Somit also ein überdurchschnittlich guter Auftritt, der mit The After Dinner Payback auch wunderbar beendet wurde.
Bewertung: 9 / 10 Punkten

Papa Roach
... sagten kurzfristig ab, der Sänger hätte keine Stimme mehr. Lustig war, wie die aufgebrachte Menge dem Überbringer der Nachricht die Schuld gab...
Bewertung: -

Killswitch Engage
Nun, ein paar Lieder haben mir wirklich zugesagt, generell finde ich die Band live aber nicht sonderlich herausragend. Natürlich kann man Ähnlichkeiten mit den aufgenommenen Liedern feststellen, allerdings ist da auch immer etwas im Hintergrund, das einen eben lieber diese hören lässt, als einem Konzert der Band beizuwohnen. Einerseits ging der Gesang manchmal in der Musik unter, andererseits waren die Lieder zeitweise gar nicht zu unterscheiden, was nicht so ein Problem ist, aber angemerkt werden sollte - immerhin merkte es sogar meine Freundin an, die Killswitch-Engage-Fan ist. Schlecht war das Konzert trotzdem nicht, obwohl es mich nicht wirklich zum Mitrocken bewegen konnte - ob das aber nur an der Musik oder auch an meinem Zustand nach langer Zeit des Stehens und des schlechten Schlafes lag, kann sich jeder selbst ausdenken. ; )
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Stone Sour
Wow, ich muss sagen, dass mich Stone Sour wirklich überzeugt haben. Und zwar in dem Sinne, dass ich sie vorher bis auf das nicht zu überhörende Through Glass noch nicht kannte und den Großteil ihrer Lieder nun zum ersten Mal hörte. Die Band bemühte sich wirklich um Stimmung, und ihre powervollen Lieder trugen auch sehr gut dazu bei. Als oben erwähnte Ballade angestimmt wurde, kam diese sogar etwas fehl am Platz herüber - klar, auf Grund ihrer Bekanntheit durfte sie natürlich nicht fehlen, nach all den Rocksongs schien sie aber doch etwas unpassend, was anschließend auch Sänger Corey Taylor bemerkte und schnell wieder auf den Standard-Stil der Gruppe wechselte. Dies ist aber keineswegs abwertend zu sehen, denn die Musik war dennoch ziemlich abwechslungsreich, ohne das Genre zu verlassen. Das haben Stone Sour auch gut herübergebracht.
Bewertung: 8 / 10 Punkten

So, das waren also die Berichte der Konzerte, denen ich beim Rock im Park beiwohnen durfte. Ich hoffe, es konnte (teilweise verspätet, aber doch) ein kleiner Eindruck des noch viel größeren Festivals gewonnen werden.
19.6.07 00:47
 


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