Reviews . Konzerttermine . Erscheinungsdaten . Gästebuch . Archiv . Abonnieren
Konzerte

This is the end

Live: Enter Shikari, Lost Alone
12.10.2007 // Flex, Wien


Nun sollte ich also zum dritten Mal Enter Shikari live erleben. Aber als ich im Flex ankam, spielte erst einmal die Vorband Lost Alone, drei junge Männer in Schwarz, die eine Art Emorock spielten. Die Musik war nicht schlecht, der Gesang mir persönlich aber zu soft, es kam auch generell nicht viel Stimmung auf.
Nur kurz danach, ohne Soundcheck und viel Umbauarbeiten, betraten Enter Shikari die Bühne, wie gewohnt mit ihrer Aufforderung an das Publikum zum "Shit!"-Schreien, was dann den ersten Song, Enter Shikari, einläutete.

Es war also leicht zu erwarten, dass sich dieses Konzert nicht sonderlich von den vorigen unterscheiden würde, vor allem ob der Tatsache, dass die Band erst ein Album auf den Markt gebracht hat. Teilweise stimmte das auch, andererseits war dieser Schluss auch wieder weit gefehlt. Dieses Mal wurden nämlich, im Gegensatz zu den letzten Konzerten (auch Headliner-Gigs) sämtliche Lieder des ersten Albums gespielt, mit Ausnahme von Today Won't Go Down In History (worüber ich sehr froh war) - also auch die Ballade Adieu, die durch Sänger Rous oftmals krächzende Stimme leider etwas verhunzt wurde, obwohl er auch wieder zeigte, dass er es eigentlich besser könnte. Zusätzlich gab es einen Haufen B-Seiten, beispielsweise das schon länger bekannte The Feast, Kicking Back On the Surface of Your Cheek und zum allerersten Mal überhaupt live Acid Nation.
Als wäre das nicht schon genug der Abwechslung, funktionierte dann auf einmal Chris' Bassgitarre nicht und als Zwischenspiel wurde spontan ein zusätzlicher Rave eingebaut, der die ohnehin schon halb durchdrehende Menge erneut anheizte. Das war dann wohl auch der Grund für mich, kurz nach hintern zur Bar zu gehen und mir ein Mineral zu genehmigen, da mir vor lauter Tanzen in der verschwizten Masse schon schwarz vor den Augen wurde. Mothership + altbekannten Remix konnte ich also nur von hinten verfolgen, für die letzten beiden Lieder und das Outro ging es dann wieder nach vorne, was überraschend einfach ging.

Mit geschätzten 1 1/2 Stunden Spielzeit war das Konzert also erneut ein voller Erfolg, das mich erneut hat wissen lassen, dass Enter Shikari immer noch nicht des Live-Spielens müde werden und mit genau so viel Energie an die Sache heran gehen wie vor einem halben Jahr. Zu den von Rou geforderten 50 Stagedives kam es vielleicht nicht ganz, so um die 30 waren aber schon drin. Wenn man die 5 Stück einzelner Bandmitglieder hinzuzählt.

Setliste
01 | Enter Shikari
02 | The Feast
03 | Labyrinth
04 | Anything Can Happen in the Next Half Hour
05 | Rave
06 | Return To Energizer
07 | Kicking Back On the Surface of Your Cheek
08 | Acid Nation
09 | No Sssweat
10 | Adieu
11 | Jonny Sniper
12 | Rave
13 | Mothermix
14 | Mothership
15 | Sorry You're Not A Remix
16 | Sorry You're Not A Winner
17 | Ok, Time for Plan B
18 | Outro
15.10.07 20:03


Werbung


The State of Berlin vs. Fear Before

Live: The End, Fear Before the March of Flames, Heavy Heavy Low Low
27.08.2007 // Kato, Berlin

Alleine Konzerte zu besuchen ist irgendwie blöde, so viel schon mal vorneweg. Aber da niemand mit mir mitgehen wollte, ging ich an diesem Abend also alleine ins Berliner Kato, wo mir nach dem Eintritt schon gleich der Merchandise-Stand entgegenlachte. Also glatt mal ein Fear-Before-Shirt und die limitierte Tour-EP gekauft, zusammen 15€. Sehr fairer Preis.

Nach einiger Zeit des Wartens kamen dann Heavy Heavy Low Low auf die Bühne, die ordentlich abgingen, sowohl vom Musikalischen, als auch von der Performance her. Lediglich der Sänger stand die meiste Zeit nur schnurgerade mit halb geschlossenen Augen vor der Bühne und bewegte seine Arme zum Takt der Musik, was wegen seiner Mischung aus zerbrechlich-verzweifeltem und emotional-aggressivenm Gesang jedoch sehr gut passt. Das Ganze gab der Bühnenpräsentation jedenfalls einen einzigartigen Touch, da die meisten Hardcore-Sänger ja meist wie wild über die Bretter tanzen und sich vor lauter Geschrei kaum halten können.
Das Publikum war weniger motiviert, was ich insofern verstehen kann, als die Band wirklich nicht bekannt ist, sie andererseits aber echt aufreißende Musik spielte. Lediglich ein offensichtlicher Die-Hard-Fan rannte die ganze Zeit vor der Bühne herum und sprang auch zwei Mal auf dieselbe, um sich das Mikro zu schnappen und eine Textzeile hineinzubrüllen.
Nach ca. einer halben Stunde war auch schon wieder Schluss, was bestimmt auch daran lag, dass kaum ein Lied der Band länger als 2 Minuten ist. Sehr schade, wie ich fand, aber immerhin wurde das Publikum ziemlich rasch mit der nächsten Band, Fear Before the March of Flames, vertröstet.

Als erstes fiel bei den fünf Jungs aus Colorado das fehlende Keyboard auf. Nicht, dass dessen Klänge ein essentieller Teil der Musik wären, aber für manche Stücke ist es eben doch von Nöten - zumal ich genügend Konzertaufnahmen kenne, wo ein solches verwendet wird.
Nun ja, ohne Keyboard und dafür mit sitzendem (weil verletztem) Bassisten ging dann die Show los, die in Intensität und Überzeugungskraft dem Schauspiel von Heavy Heavy Low Low in nichts nachstand. Auch Sänger Dave Marion scheint sich von seinen Zeiten als Bühnenhitzkopf etwas entfernt zu haben und setzte mehr auf anmutige bis absurd wirkende Gestiken, die teilweise zur Musik passten, manchmal aber auch einfach nur aufgesetzt wirkten.
Die Songauswahl war jedenfalls gut - wie zu erwarten wurde viel vom grandiosen neuen Album gespielt (welches nun auch nicht mehr ganz so neu ist), dazu Klassiker wie Should Have Stayed in the Shallows oder Fashion Tips, Baby. Sehr schade war aber der Verzicht auf Drowning the Old Hag (was die Menge vielleicht zu etwas mehr Elan gebracht hätte) oder auf das High As A Horse-Outro Dog Sized Bird, dessen Fehlen aufgrund der fehlenden Synthie-Sounds jedoch verständlich war.

Nach rund 40 Minuten war es auch schon wieder vorbei, dieses Mal dauerte der Umbau jedoch etwas länger, da das Equipment von Fear Before und The End sich offenbar grundunterschied, obwohl an Innovation nur eine einzelne Tom Tom für den Sänger bereitgestellt wurde.
Auch die kanadischen The End überzeugten mit ihrer Show, die, im Gegensatz zu den Bands vor ihnen, mehr auf progressive Metalcore-Klänge setzte, was aber keinesfalls negativ gewertet werden sollte. Besonders Vokalist Aaron Wolff gab am Mikro und an erwähnter Tom Tom alles, und unterstrich die teils harten, teils melodischen Klänge sehr gut, trotz einiger soundtechnischer Pannen.

All das konnte das Publikum aber erneut nicht wirklich zu Euphorie bewegen, was seitens der Band auch durchaus angemerkt wurde, jedoch dieses Mal wohl auch daran lag, dass nach Fear Before mehr als die Hälfte der Anwesenden das Weite suchte. Schade eigentlich, denn obwohl ich immer noch die Hardcore-Schiene der beiden ersten Bands den Kanadiern vorziehe, war auch dieses Konzert ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.

Eine Bewertung erspare ich mir ausnahmsweise, bei drei Bands (wovon ich anno dazumal nur eine kannte) wäre das mehr erzwungen als ehrlich.
19.9.07 03:39


Das Zweite vom Ersten und das Vierte vom Zweiten

Live: Red Sparowes, Manfred Hofer
17.04.2007 // Szene, Wien

Nach der Ankunft in der Szene hieß es erst einmal: warten. Immerhin war das Konzert für 20:00 Uhr angesetzt, die Vor"band" begann aber erst um 20:45 Uhr, was scheinbar nur ich und meine zwei Freunde nicht wussten.

Jedenfalls handelte es sich dabei um Manfred Hofer, einem Solo-Bassisten, der zuerst einen Kontrabass malträtierte, um anschließend auf den elektronischen Viersaiter umzusteigen, wo er mit Hilfe von einer Menge Effekten und Gegenständen wie Metallstäbchen oder zwischen die Saiten geklemmte Medizindosen sehr interessante Klänge aus dem Instrument hervorholte, was sich beispielsweise in einem Trommeln auf erwähnten Dosen äußerte. Nach einer Blues-Nummer und einer sehr schönen Ballade ging es noch einmal an den großen Bruder des E-Basses, der eine exzessive Saitenlockerung über sich ergehen lassen musste, nur um dann handsägenartig mit dem Streichbogen bearbeitet zu werden.
Der locker gestimmte, österreichische Musiker ging jedenfalls mit viel Innovation und Können an die Sache, was die ersten 45 Minuten zu einem interessanten Hörerlebnis machte.

Einige Zeit später betraten unter Applaus auch die Red Sparowes den nun schon kräftig gefüllten Saal, was uns Sitzenbleiber gewissermaßen zum Aufstehen zwang - wobei es eigentlich die anderen Konzertbesucher waren, die lieber standen als entspannt am Boden zu hocken. Losgelegt wurde gleich mit ordentlichem Karacho und "Buildings Began to Strech Wide...", was die Stimmung nach der Wartezeit sofort steigen ließ.
Was das Visuelle betrifft, wurde an der Bühnenhinterseite eine Leinwand aufgespannt, auf der im Breitformat kleine Filmchen oder Bildcollagen gezeigt wurden. Handelte es sich bei dem aktuellen Song um einen des Debütalbums "At the Soundless Dawn", gab es verlassene Gebäude, weite Stadtlandschaften sowie Momentaufnahmen von Menschen und Tieren im Grünstich zu sehen. Zu "Every Red Heart Shines Toward the Red Sun" wurden Filmaufnahmen zum Aufstieg und Fall Máo Zédongs gezeigt - beides also passend zu den Themen der jeweiligen Alben.
Aber auch die Band selbst war bühnenaktiv. Obwohl es keinerlei Gesang gab, wurde während der rockigeren Stellen (die sich sehr ausgewogen mit den langsameren Passagen abwechselten) mächtig viel herumgesprungen und -getanzt, was sich zumindest teilweise auch aufs Publikum übertrug. So gesehen war neben der natürlich tollen Musik zusätzlich für Unterhaltung gesorgt.
Bezüglich dieser muss man anmerken, dass manchmal mit zu viel des Guten gearbeitet wurde. Es ist klar, dass bei drei Gitarren und einem Bass keine sonderlich klaren Melodie hervorstechen, aber was auf dem Album noch gut strukturiert herüberkommt, geht live manchesmal etwas unter. Kennt man die einzelnen Lieder also nicht, dürfte es wohl schwer fallen, die markanten Stellen herauszuhören. Ansonsten war die Tontechnik aber nicht schlecht, auch von der Lautstärke her war die Musik genau passend.

Nach geschätzten 1 1/4 Stunden wurde das Mikrofon zum ersten Mal genutzt und mit "Thank you, this is our last song" das vermeintlich letzte Lied eingeleitet. Nach dem Abtreten der Band blieb es natürlich nicht ruhig, und nach langem Applaus auch meinerseits betraten die Red Sparowes erneut die Bühne, um geschlagene 17 Minuten lang eine Zugabe zu geben, die natürlich nur aus einem Lied bestand. Ja, das ist Post-Rock!

Setliste
coming soon...
19.5.07 23:27


Every crowd has the right to surf

Live: Enter Shikari
17.04.2007 // Chelsea, Wien

Auf dieses Konzert zu gehen war eigentlich eine Spontanentscheidung, denn die Band kenne ich erst seit ca. 3 Wochen. Bei 9€ ließ ich mich aber nicht lumpen, und es soll schon mal gesagt werden, dass sie sich absolut gelohnt haben.

Ich und meine Freundin kamen um rund 21 Uhr im Chelsea an, wo angeblich schon der Eintritt stattfinden sollte - dem war auch so, allerdings war im Konzertbereich ohnehin noch nichts los, also tranken wir noch etwas, schauten uns beim Merchandise-Stand um und gaben unsere Sachen ab. Mit der Zeit füllte sich der Raum und auch wir suchten uns einen Platz in der rechts der Mitte, um auf die Band zu warten. Nach einem Elektro-Intro kam die dann auch auf die Bühne und legte nach dem Opener auch gleich mit Enter Shikari los.
Generell sei zu sagen, dass man der Band trotz mittlerweile fünfjähriger Live-Karriere immer noch den Spaß am Spielen deutlich anmerkt. Da wurde getanzt, gehüpft, auf den Tresen der Bar gestiegen, Grimassen gezogen, Mikrofone ins Auge gedrückt und so weiter. Auf der Bühne, natürlich. Sogar der Schlagzeuger ließ es sich nicht nehmen, bei einer der Tanzeinlagen, die zwischen den Songs ab und zu mal produziert wurden, von seinem Sesselchen übers Drumset auf die Bühne zu hüpfen, um seinen roboterartigen Tanz zu vollführen. Viel zu tun hatte aber vor allem der Erstsänger Rou Reynolds, der gleichzeitig auch für die Elektronik verantwortlich war und somit immer zwischen Synthesizer und Bühnenfront hin und her hüpfte, wenn er nicht gerade am Abtanzen war. Die anderen Musiker waren stattdessen eher mit dem Aufführen kleiner Bühnenstücke und Stagediven beschäftigt, um dessen angebliche Gefährlichkeit sich in einem kleinen Club wie dem Chelsea glücklicherweise keine Sorgen machte.
Insgesamt also eine tolle Show, die in ihrem Unterhaltungswert riesige Videoleinwände und aufwändige Lichtspiele mit Sicherheit übertrifft. Aber auch die Musik soll natürlich nicht zu kurz kommen, wobei es mir hier ebenso schwer fällt, negative Worte zu finden. Tontechnisch wurde wunderbare Arbeit geleistet, trotz des Mischmasches aus "traditionellen" Instrumenten und Trance-Sounds war jedes der Erstgenannten deutlich zu hören, was übrigens auch für den Gesang galt - hier konnte jedes Wort verstanden werden, das auch verstanden werden sollte. Laut war es, natürlich, aber das bestätigt im Grunde nur, dass selbst mit kraftvollen Boxen in einem kleinen Raum (der "Saal" war in etwa so groß wie ein Klassenzimmer) hörbare Musik gemacht werden kann.

Musikalisch wurde der Großteil des Debütalbums Take To The Skies gespielt, mit Ausnahme von Today Won't Go Down in History und Adieu, welche wegen ihres Ruhegrades ohnehin nicht zur aufgeheizten Menge gepasst hätten. Warum man aber Labyrinth ausgelassen hatte, ist fraglich, ich hätte mich jedenfalls darüber gefreut - als Entschädigung wurde allerdings neben den Trance-Einlagen und einem Remix von Mothership The Feast, eine Demo der Sorry You're Not A Winner-Single gespielt.

Nach dem circa einstündigen Konzert war ich dann so begeistert, dass ich mich doch noch für ein rotes No Sssweat-T-Shirt entschieden habe, obwohl ich davor mangels passender Größen bei den schwarzen Shirts eigentlich keines wollte. Jedoch unterstüzt man eine großartige Band wohl am besten beim konzerteigenen Merchandise-Stand, was ich mit insgesamt 17€ auch gerne getan habe.

Setliste (ohne Garantie)
01 | Intro
02 | Enter Shikari
03 | Return to Energiser
04 | The Feast
05 | Anything Can Happen in the Next Half Hour...
06 | No Sssweat
07 | Jonny Sniper
08 | Intro-Remix - Mothership
09 | Sorry You're Not A Winner
10 | OK, Time For Plan B
20.4.07 14:28


This isn't meant to last - this is for right now!

Live: Nine Inch Nails
29.03.2007 // Gasometer, Wien

Gestern war es endlich so weit - ich sollte die Nine Inch Nails zum ersten Mal in meinem Fanleben (das mittlerweile gute zweieinhalb Jahre andauert) live sehen!
Nachdem ich mich mit 3 Gefährten vor dem Gasometer traf und wir noch einen kleinen Abstecher beim McDonald's absolvierten, ging es in die BACA-Halle, wo nach dem Abgeben der Sachen erstmal ein Besuch beim Merchandise-Stand Pflicht war. (Erfahrungen haben gezeigt, dass man so etwas immer so schnell wie möglich durchführen sollte, wenn man ein Shirt in seiner Größe haben will...) Nach dem Kauf eines ziemlich geilen T-Shirts (auf dem der Bandname ausnahmsweise sogar mal ausgeschrieben ist!) machten wir uns auf in Richtung Bühne, wo alsbald dann auch der Support Ladytron begann.
Deren Musik war eigentlich recht ansprechend, es handelte sich um eine Art Elektro-/Industrial-Pop - wobei die Band (vor allem die beiden Frontwomen) nicht viel Ambitionen gezeigt haben, das Publikum anzuheizen oder überhaupt bei ihrer eigenen Musik etwas euphorisch zu werden. Man muss es nicht übertreiben, aber die lethargischen Stillstand-Bewegungen waren nicht wirklich überzeugend. Dafür, dass die Band aber nur eine knappe Dreiviertelstunde spielte, aber schon OK, denn der Sound war wie gesagt durchaus hörbar.

Nach einigen Umbauarbeiten war es endlich so weit: Die Nine Inch Nails betraten die Bühne und starteten gleich mit Somewhat Damaged, das schon auf The Fragile gut als Opener funktioniert hat. Die Menge war beim Refrain dann gleich voll dabei, was sich bis zum besinnlichen Something I Can Never Have auch so gehalten hat.
Bald darauf kam der NIN-Nummer-1-Song Closer an die Reihe, gefolgt vom live gespielt großartigen Burn. Besonders bei vorigem Song war die Stimmung natürlich auf dem Höhepunkt, und nachdem man die ganze Halle bei Something I Can Never Have schon in höchsten Tönen singen hat hören, bestätigte sich dies bei diesem Lied nur noch.
Eine echter Überraschung war Eraser, von dem ich mir nicht gedacht hätte, NIN würden es live spielen - nun ja, glücklicherweise taten sie es doch! Dasselbe gilt für The Big Come Down, dass zumindest früher eher als seltenes Livelied gesehen wurde, dabei klingt es so (mit E- statt Akustik-Gitarre) noch gleich viel besser, kranker, abgedrehter. Ebenso Only wurde modifiziert, sodass aus dem elektronischen Song eine weitaus rockigere Version wurde, bei der der Computer in den Hinter- und die schrammigen Gitarren in den Vordergrund rückten - so, dass ich das Stück zuerst gar nicht erkannte, danach aber umso begeisterter war.
Gegen Ende (nach dem ebenfalls überraschenden Dead Souls) musste natürlich Hurt gespielt werden, bei dem eine noch schönere Stimmung als bei Something I Can Never Have auftraten und wahrscheinlich wirklich die gesamte Halle mitsang. Den kraftvollen Abschluss bildeten erwarteterweise The Hand That Feeds sowie Head Like A Hole.

Seltsamerweise wurde bei diesem Konzert kaum etwas zerstört oder irgendwie randaliert. Trent Reznor war zwar voll dabei, beugte und streckte sich, hüpfte herum und steckte viel Power in seinen Auftritt - das Equipment sowie die Bandmitglieder blieben aber heil. Schade, ich hätte gerne ein von Wasser überschüttetes Keyboard oder zumindest eine auseinander genommene Gitarre gesehen, aber dass das an der Qualität der Musik nichts geändert hat, dürfte sich von selbst verstehen.

Vermisst habe ich persönlich leider Reptile, The Line Begins To Blur, The Wretched und The Becoming. Dafür kann man natürlich nicht NIN die Schuld geben, da aus dem Pool unzähliger Songs immer welche ausgewählt und andere weggelassen werden müssen. Dennoch hat dieses Fehlen den ansonsten großartigen Abend ein kleines Bisschen getrübt.

Setlist
01 | Somewhat Damaged
02 | Last
03 | Sin
04 | March of the Pigs
05 | Something I Can Never Have
06 | Ruiner
07 | Closer
08 | Burn
09 | Gave Up
10 | Help Me I'm In Hell
11 | Eraser
12 | Wish
13 | The Big Come Down
14 | Survivalism
15 | Only
16 | Suck
17 | The Day the Whole World Went Away
18 | Dead Souls
19 | Hurt
20 | The Hand That Feeds
21 | Head Like A Hole

Links:
Thread mit Fotos und persönlichen Stellungennahmen
Offizielle Homepage
30.3.07 13:31


Kategorien
News
Artikel
Alben
Konzerte
Medien
Empfehlungen
Internes

Links
Last.fm Albenverzeichnis

mind.blow.job IdaReed

Gratis bloggen bei
myblog.de