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FM4 Frequency 2007

... And You Will Know Us By the Trail of Dead
Die Jungs haben durchaus eine überzeugende Show hingelegt. Gespielt wurden Lieder aus allen drei Alben, die aber allesamt eine Schwäche aufweisen: Sie sind nicht wirklich Rock-Festival-tauglich. Kein Problem, wenn man gemütlich ihre CDs hört, aber durch den oftmaligen Wechsel zwischen laut/schnell und langsam/leise in ihren Liedern kommt live nicht so richtig Stimmung auf. Eine Ausnahme bilden hier Caterwaul, welches auf jeden Fall aufwühlend ist (was man beim Konzert auch gemerkt hat) oder Naked Sun, das immer auf einer lockeren Ebene bleibt, was ja auch nichts macht. Der Rest wollte aber nicht so richtig zünden, was wie gesagt nicht an der Musik an sich lag, sondern eher an deren Aufbau und der Tatsache, dass ja doch nicht nur Fans vor der Bühne stehen.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Eagles of Death Metal
Wie mir schon von vorne hinein klar war, verstehen es Jesse Hughes und seine Eagles Stimmung zu machen. Mit kessem Frauen-Pop als Intro und Austria-Shirt startete die Truppe durch eine Stunde Rock 'n Roll der alten Schule, natürlich nicht ohne die Menge zwischendurch mit Lobeshymnen anzuheizen - und diese Mischung nahm sie dann auch mit viel Energie auf.
Von der musikalischen Seite blieb die Band altbewährt und spielte alle Hits aus dem Repartoire zweier Longplayer herunter - bis auf den flotten Einsteiger I Only Want You, der seltsamerweise ausgelassen wurde. Dafür ging es bei Cherry Cola, Bad Dream Mama und dem eigentlich lockeren Whorehoppin' (Shit Goddamn) richtig zur Sachen, womit das Livepotential der Band deutlich gemacht wurde.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Fotos
Die Band aus "Hamburg, Köln und Wuppertal" überraschte mit nettem, solidem Deutsch-Indie-Pop. Zum ersten Mal gehört erwartete ich mir nichts Großartiges, wobei es dann auch blieb - gute Stimmung machte die Band trotzdem, weil die Musik zwar nicht innovativ, aber immer noch ansprechend ist. Dabei bewegen sich die Jungs in einer Mischung aus den Sportfreunden Stiller, Bloc Party und einer anspruchsvolleren Variante von Juli - allerdings mit teils ziemlich emotionalen Texten, was sich aber nur zeitweise in der Musik widerspiegelt.
Höhepunkt des Auftritts war sicherlich das Remmidemmi-Cover, welches in einer leicht abgewandelten Form mit Gitarren-Unterstützung natürlich für Party sorgte - auch wenn es stilistisch nicht so ganz zu den sonstigen Fotos passt.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

!!!
Ich muss zugeben, nur in etwa die Hälfte des Konzertes mitbekommen zu haben - was mir persönlich aber auch schon gereicht hat. Schlecht war die unaussprechliche Band aus den USA ja nicht, aber für meinen Geschmack etwas zu überdreht, ohne dabei Form zu gewinnen. Ich bin wirklich froh, wenn eine Gruppe mal nicht auf die ewig gleichen Akkord-Riffs und Schlagzeug-Standards zurückgreift und einmal ein wenig aufdreht, aber das Ganze hat keinen Sinn, wenn dabei nichts Hörbares herauskommt. Und diesen Eindruck hatte ich bei !!!, die zeitweise mit bis zu drei Schlagzeugen/Percussion-Instrumenten arbeiteten und ab und an noch eine zusätzliche Sängerin auf die Bühne schickten, die ihren Teil zum Gesamtbild abgab.
Somit war es zwar ein recht interessantes Erlebnis (und die Menge ging auch ziemlich gut ab), aber mitreißen konnte mich dieser wilde Musik-Mix irgendwie nicht, auch wenn es sonst wirklich kein braver Pop-Rock sein muss.
Bewertung: 4 / 10 Punkten

MIA.
Na ja, mit MIA. ist es so eine Sache - ja, die Band hat ihre Hits und weiß sie live auch gekonnt herüberzubringen. Allerdings hatte man oft das Gefühl, man wolle mangelnde musikalische Kompetenz mit einer Bühnenpräsentation kompensieren, was bei einem Live-Auftritt zwar gut ankommt, der zentrale Punkt dabei, die Musik nämlich, dafür etwas außer Acht gelassen wird.
Die Gruppe um Frontfrau "Mieze" (bzw. Mieze Katz) stellte dies, passend zu ihrem aktuellen Album, mit einer Art Zirkusshow an, was Bühnenbild und Gesamtauftritt gut reflektierten. Eine Art Manege wurde aufgebaut, mit Trampolinen, Ringen, Glitter und alles was eben dazu gehört. Zusätzlich präsentierten sich die Bandmitglieder in schicken, weißen Anzügen, um das Flair noch zu verstärken. Die Sängerin hingegen trat zuerst mit weißen Flügeln auf - Kitschalarm-Stufe Rot, aber glücklicherweise "tauschte" sie diese nach kurzer Zeit "gegen unsere Hemmungen". Na ja, der Menge hat's offenbar gefallen, ob nun wegen der lasziven Posen von Mieze oder tatsächlich der gespielten Musik ist eine andere Frage.
Bewertung: 3 / 10 Punkten

Jimmy Eat World
Nun, was lässt sich dazu sagen? Ein musikalisch guter Gig, bei dem alle Hits vertreten waren (wie ein Freund schon sagte sind Festivalauftritte in Bezug auf die Setlist ja meist eine Art "Best of", was hier auch sehr gut gestimmt hat) und nur zwei Dinge störten:
Erstens die Zuseher um mich herum - fast ausnahmslos betrunkene Halbstarke, die provokant eine Art Mauer bildeten und jeden anpöbelten, der sie auch nur im Geringsten beim Rumstehen, Glotzen und Labern störte. Dabei stand ich nicht einmal sonderlich außerhalb der Menge, eher knapp am Rand, wo es anderorts auch ziemlich abging. Die vielen Leute waren aber auch der Grund, weswegen es schwer war, von dort wegzukommen. Wirklich störend.
Zweitens die Band selbst bzw. ihre Motivationslosigkeit - auch wenn sie an den Instrumenten sonst so gut sind, ich erwarte mir bei einem Live-Act vor hunderten von Zusehern ein bisschen mehr Ansehliches auf der Bühne, auch wenn der Sänger an die Gitarre gebunden ist. Die wenigen Worte ans Publikum beliefen sich auf das üblich kurze Blabla, was insofern nicht schlecht ist, als damit die Musik im Vordergrund steht und auch mehr Zeit für Songs übrig bleibt. Dass man aber durchaus beides hätte fusionieren können, zeigten wie beschrieben die Eagles of Death Metal wesentlich besser.
Bewertung: 7/ 10 Punkten

Beatsteaks
Dass es bei der Berliner Truppe ordentlich zuging, konnte man von oben gut beobachten - ich und meine Freundin verfolgten das Konzert nämlich über die Videoleinwände auf einer Anhöhe des Geländes, die leider in die Zukunft blicken konnten, sprich, der Sound kam ca. eine Sekunde später an als der Ton.
Von diesen vom Konzert unabhängigen technischen Differenz abgesehen gab es am Auftritt der Beatsteaks eigentlich kaum was zu bemängeln - nette Musik für zwischendurch, ein bisschen zu viel Show vielleicht (man könnte jetzt denken, dass man es mir nie recht machen kann... das stimmt nicht!), aber in jedem Fall unterhaltend. Der Musikstil ist nun mal nicht unbedingt Meines, somit überlasse ich besser den Beatsteaks-Kennern, ob hier ein ordentliches Produkt abgeliefert wurde oder nicht. Witzig fand ich jedenfalls den im Berliner Dialekt abgehaltenen Ein-Mann-Song über eine verflossene Liebe, der stilistisch so gar nicht ins Programm passte, von den Fans aber dennoch positiv aufgenommen wurde.
Bewertung: - / 10 Punkten

Nine Inch Nails
"17 August 2007: Worst performance and certainly the worst crowd of the whole tour by far."
Und so ganz unrecht hat der liebe Trent da auch nicht, mal abgesehen von der Performance. Die war nämlich gewohnt gut, was man vom Publikum nicht wirklich sagen kann: Pubertierende Ärzte-Fans, die den Wavebreaker belagerten, die "Beste Band der Welt" während der NIN-Gigs anfeuerten und dabei vereinzelt Becher auf die Bühne warfen, wenn sie sich nicht gerade gelangweilt miteinander unterhielten. Ich kann ja verstehen, dass man auf die nächste Band wartet und die aktuelle deswegen nicht gleich toll finden muss, aber dann stellt man sich eben ruhig hin und wartet die Spielzeit ab. So etwas konnte man von vielen der anwesenden DÄ-Fans aber scheinbar nicht erwarten, was dieses Erlebnis für mich um einiges trübte. Ich hatte ja immerhin noch Glück, zwischen ein paar anderen NIN-Fans zu stehen, die sich auch nicht schämten, das offen zu zeigen, aber optimal war das auch nicht.
Gespielt wurden fast alle Hits - das fehlende Hurt zum Schluss hätte bei den meisten Zuhörern aber ohnehin nichts gebracht, da schon Something I Can Never Have, La Mer und The Frail (gute Songauswahl eigentlich, für ein Festival meiner Meinung nach aber allgemein nicht sonderlich gut geeignet) sehr mühsam anzuhören waren. Sehr wenig zu zum Besten gegeben wurde allerdings vom aktuellen Album Year Zero, denn bis auf The Beginning of the End, das eher schwache The Good Soldier und das obligatorische, nun nicht mehr wirklich neue Survivalism waren hauptsächlich Lieder aus der Prä-With Teeth-Ära vertreten, was mich schon ein wenig enttäuschte. Dafür gab's das live gespielt sehr geniale The Wretched zu erleben.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

Gods of Blitz
Wieder eine deutsche Band und wieder aus der Indie-Richtung, allerdings stärker darauf fixiert als Fotos und mit mehr britischem Flair. Auch diese machte mit ihrer Musik ordentlich Stimmung, auch wenn die Songs teilweise etwas eintönig sind. Darüber hinweg trösteten aber die sympathischen Bandmitglieder und nette Ansprachen des Frontman, der später sogar richtig abging, als er ein "Nachtclub"-Plakat am Salzburgring entdeckte und nach einer kleinen Moralpredigt zum nächtlichen Anzünden desselben aufforderte, was scheinbar wohlwollend aufgenommen, aber dann doch nicht durchgeführt wurde.
Mehr lässt sich ehrlich gesagt nicht über den Auftritt sagen, gute Musik, nette Stimmung, nichts Weltbewegendes, ein Reinhören ist aber definitiv zu empfehlen.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

The Locos
Wow! Die Überraschungsband für mich auf dem Festival! Musikalisch zwar standardisierter Ska-Punk aus Spanien, aber die Südländer verstanden es wirklich, den Wavebreaker zum Kochen zu bringen. Und das nicht nur durch ihre fröhliche, absolut tanzbare Musik, sondern auch mit Hilfe verschiedenster Kostüme und Gadges, die auf der Bühne zur Schau gestellt wurden. Da gab es die mit heißer Luft gefüllte Imitation der amerikanischen Freiheitsstatue - dessen Gesicht jedoch "etwas" abgeändert wurde -, riesige Luftballone, die ins Publikum geworfen wurden und die insgesamt vier Verkleidungen des Frontmans, die verdeutlichten, wogegen sich die (von den meisten wohl nicht verstandenen, weil spanischen) Texte richten: Kirche, Polizei, Oberschicht, nichts Neues im Punk, was man der Band aber gerne verzeiht. Immerhin ging es darum, Laune zu schaffen, und nicht darum die nachdenklichen Gemüter anzuregen.
Dies erreichten die Locos auch sehr gut mit diversen Coverversionen, wie dem allbekanten Song 2 der britischen Indie-Veteranen oder einer spanischen Version von Don't Worry, Be Happy. Dass dabei das Publikum zum Mitsingen aufgefordert wurde, war eigentlich unnötig, da es ohnehin kaum Leute gab, die es nicht taten. Wobei das während einer Stunde des fortwährenden Tanzens irgendwann auch nicht mehr ein Ding von Einfachheit ist.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Fall Out Boy
Auch hier wurde auf der Bühne ordentlich gerockt, besonders der Bassist tanzte, als ginge es um sein Leben, führte eine Piorette nach der anderen durch und begab sich auch schon mal in den Publikumsstrom, um von unzähligen Mädchenhänden abgegriffen zu werden. Sänger und Gitarrist Patrick Stump war aufgrund seiner Doppelfunktion natürlich ans Mikro gefesselt, überzeugte dafür aber mit seiner Stimme, die live kaum schlechter klingt als auf den Studioaufnahmen, was mich zunächst an der Echtheit des Auftrittes zweifeln lies, man dann aber doch gut erkennen konnte, dass der Mann einfach nur singen kann.
Was das Konzert jedoch gehörig trübte waren die Roadies, die ständig auf der Bühne herumwuselten und dies und das richtete. Wurde ein Bierbecher geworfen, den Locos-Frontman Pipi noch liebend gerne aufgefangen hätte, so war hier gleich ein Trupp Mitarbeiter zu sehen, die den Becher mitnahmen, den Boden sauberwischten und dann noch das Verstärkerkabel richteten. Sicherheit schön und gut, aber immerhin ist das Rock 'n Roll (ja, auch trotz lange anhaltendem Emo-Status) und kein Kindergeburtstag, also war die ganze Sache eigentlich ziemlich störend. Ebenso wie der fette Schwarze, der bei diversen Liedern auf der Bühne mittanzte und auch -sang. Witzig, klar, aber eigentlich eher unpassend, das wäre er selbst bei den Eagles gewesen (und nein, nicht aufgrund seiner Hautfarbe).
Somit also ein etwas getrübter Live-Eindruck der amerikanischen Jungs, als dessen Aufwertung man neben der guten musikalischen Leistung das Jackson-Cover und ein kleines Anspielen vom PANIC!-Track I Write Sins Not Tragedy sehen kann.
Bewertung: 8 / 10 Punkten
29.8.07 18:04


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Rock im Park: Tag 3

30 Seconds to Mars
Etwas poserhaft kam der von weiblichen Fans angehimmelte Jared Leto doch herüber, als er mit wehender Kleidung die Bühne betrat und dort auch sehr anständig sein Ding durchzog. Die anderen Bandmitglieder traten wie gewohnt in den Hintergrund, was aber nichts an der Qualität der Musik änderte, an der im Grunde nichts auszusetzen ist. Leto bewies, dass er auch live stimmlich überzeugen kann, Parallelen zu den Albenaufnahmen wurden also deutlich. Richtig interessant wurde es erst, als er während des wohl allseits bekannten The Kill durch den (allerdings umzäunten) Gang zwischen den Fans als einer der ersten Sänger marschierte und sich plötzlich in der Mitte der Menge blicken ließ, was von umstehenden Fans natürlich sehr positiv aufgenommen wurde. Auch sonst war die Show, die wie erwähnt hauptsächlich der Sänger lieferte, für die kurze Spielzeit wirklich ansprechend. Was dann aber doch etwas zu pompös herüberkam, war das eingespielte Intro, welches unkreativerweise aus O Fortuna bestand. Na ja.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

From Autumn To Ashes
Ich ärgere mich immer noch, meine Lieblingsnummer On the Offensive verpasst zu haben, da man sich scheinbar dafür entschied, 5 Minuten früher zu beginnen und wir noch bei Wolfmother hangen. Umso größer war die Enttäuschung, als bemerkbar wurde, wie gut die Band live ist. Obwohl Sänger Francis Mark nun sowohl für die gesungenen, als auch für die geschrieenen Parts zuständig ist, zeigte dieser keine Ermüdung und hiel die Menge gesanglich konsequent bei Laune. Bei der Songauswahl wurde natürlich der Schwerpunkt auf das neuste Machwerk Holding A Wolf By the Ears gelegt, was mich persönlich aber nicht im Geringsten störte - immerhin blieb es auch nicht nur dabei, ebenso Abandon Your Friends oder The Fiction We Live wurden berücksichtigt. Somit also ein überdurchschnittlich guter Auftritt, der mit The After Dinner Payback auch wunderbar beendet wurde.
Bewertung: 9 / 10 Punkten

Papa Roach
... sagten kurzfristig ab, der Sänger hätte keine Stimme mehr. Lustig war, wie die aufgebrachte Menge dem Überbringer der Nachricht die Schuld gab...
Bewertung: -

Killswitch Engage
Nun, ein paar Lieder haben mir wirklich zugesagt, generell finde ich die Band live aber nicht sonderlich herausragend. Natürlich kann man Ähnlichkeiten mit den aufgenommenen Liedern feststellen, allerdings ist da auch immer etwas im Hintergrund, das einen eben lieber diese hören lässt, als einem Konzert der Band beizuwohnen. Einerseits ging der Gesang manchmal in der Musik unter, andererseits waren die Lieder zeitweise gar nicht zu unterscheiden, was nicht so ein Problem ist, aber angemerkt werden sollte - immerhin merkte es sogar meine Freundin an, die Killswitch-Engage-Fan ist. Schlecht war das Konzert trotzdem nicht, obwohl es mich nicht wirklich zum Mitrocken bewegen konnte - ob das aber nur an der Musik oder auch an meinem Zustand nach langer Zeit des Stehens und des schlechten Schlafes lag, kann sich jeder selbst ausdenken. ; )
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Stone Sour
Wow, ich muss sagen, dass mich Stone Sour wirklich überzeugt haben. Und zwar in dem Sinne, dass ich sie vorher bis auf das nicht zu überhörende Through Glass noch nicht kannte und den Großteil ihrer Lieder nun zum ersten Mal hörte. Die Band bemühte sich wirklich um Stimmung, und ihre powervollen Lieder trugen auch sehr gut dazu bei. Als oben erwähnte Ballade angestimmt wurde, kam diese sogar etwas fehl am Platz herüber - klar, auf Grund ihrer Bekanntheit durfte sie natürlich nicht fehlen, nach all den Rocksongs schien sie aber doch etwas unpassend, was anschließend auch Sänger Corey Taylor bemerkte und schnell wieder auf den Standard-Stil der Gruppe wechselte. Dies ist aber keineswegs abwertend zu sehen, denn die Musik war dennoch ziemlich abwechslungsreich, ohne das Genre zu verlassen. Das haben Stone Sour auch gut herübergebracht.
Bewertung: 8 / 10 Punkten

So, das waren also die Berichte der Konzerte, denen ich beim Rock im Park beiwohnen durfte. Ich hoffe, es konnte (teilweise verspätet, aber doch) ein kleiner Eindruck des noch viel größeren Festivals gewonnen werden.
19.6.07 00:47


Rock im Park: Tag 2

The Used
Von den großen Shows, die man der Band nachsagt (Sänger Bert soll sich schon mehrere Male so verausgabt haben, dass er auf der Bühne zusammenbrach), war leider nicht sonderlich viel zu sehen - gut, es war ein Festivalauftritt, aber etwas mehr Bühnenperformance hätte ich mir schon erwartet. Die musikalische Darbietung war allerdings in Ordnung, hauptsächlich wurden natürlich Songs des neuen Albums Lies for the Liars gespielt, aber auch bekannte Lieder des Vorgängers, etwa Take It Away waren dabei. Vermisst habe ich nur die härteren Stücke aus Debütalben-Zeiten, diese waren aber wohl nicht massenkonform genug.
Bewertung: 5 / 10 Punkten

Billy Talent
Der Auftritt der Band war gut, ohne Zweifel - bei nur zwei Alben kann man bezüglich der Auswahl der Lieder sowieso nicht viel falsch machen, was die Qualität der Show aber nicht schmälern soll -, was im Grunde störte waren die mich umgebenden Zuseher: Obwohl ich und meine Freundin relativ weit vorne standen (sprich, so weit man ohne gröberes Gedränge kommt), waren wir von einer Vielzahl an Leuten umgeben, die sich lieber unterhielten, in die Luft starrten oder sich über die Band beschwerten (schöne Grüße an den Dicken mit der Brille!). Klar muss nicht überall die Party abgehen, aber abgesehen davon, dass gelangweilte, aber dennoch die vorderen Reihen blockierende Leute schon schlimm genug sind, werden diese wohl nur durch fröhlich plaudernde Individuen in ihrer Lästigkeit übertroffen, wie man eindrucksvoll mitbekommen durfte.
Egal, genug beschwert, die Musik war nichtsdestotrotz gut und regte zumindest mich und meine Freundin zur Bewegung an, was immer ein positiver Faktor ist.
Bewertung: 7 / 10 Punkten

Muse
Bei Muse driftete die Stimmung schon wieder ins Positive, was ganz bestimmt auch an der fabelhaften Musik lag, die die drei Mannen dem Nürnberger Publikum baten. Kein wichtiger Hit wurde ausgelassen und sogar das elektro-lastige Map of the Problematik wurde zum Besten gegeben - das Ganze noch dazu vor drei riesigen Zusatzleuchtkörpern, die das Ambiente unter dem nun schon dunkler werdenden Himmel nur verstärkten. Außerdem wurde endlich einmal richtiger Gebrauch von den sonst nur Nahaufnahmen der Musiker liefernden Videowände gemacht, als besagte Aufnahmen entweder mit Effekten versehen oder ganz durch zum jeweiligen Lied passende Animationen ersetzt wurden. So ergab sich ein sehr lobenswertes Gesamtbild, wozu die Band aber immer noch den größten Teil beitrug.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Funeral For A Friend
Nun ja, was soll man sagen? Ich als Ablehner des neuen Albums Tales Don't Tell Themselves hatte schon am Opener Into Oblivion keine Freude, wobei es gelogen wäre zu sagen, meine Stimmung hätte sich danach nicht verbessert. Natürlich wurden nicht nur Lieder des aktuellen Machwerks dem Publikum präsentiert, auch Tracks von Hours oder Casually Dressed & Deep In Conversation gab es zu hören. Letztere hielten sich aber im Hintergrund, und über das Fehlen von Singles wie Bullet Theorie war ich schon enttäuscht, auch hätte ich gedacht, Red Is The New Black hören zu können. Na ja, zu kurz war es ganz einfach, was wieder einmal nicht die Schuld der live eigentlich gut zu hörenden Band ist, aber trotzdem einen Wehmutstropfen darstellt.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Enter Shikari
Es tut mir Leid, aber ich komme nicht darum, die Liveauftritte dieser Band hervorzuheben. Selten hat mich eine Band in ihren Konzertauftritten so überzeugt, was viel weniger als der (zweifelsohne guten) Musik, als an der Stimmung, die Enter Shikari übermitteln und aufzeigen, liegt. Trotz der vielen Shows, die die Gruppe seit ihrer Entstehung schon gespielt hat, ist man immer noch voll bei der Sache und zeigt keinerlei Zeichen von Ermüdung, den Zusehern einen aufregenden Abend zu bescheren. Und obwohl ich persönlich Club und kleine Lokationen bevorzuge, habe ich mich von der (nicht kleinen) Menge mitreißen lassen und hatte fast noch mehr Spaß als bei meinem ersten Enter-Shikari-Konzert im April. Ich hoffe bloß inständig, dass dies nicht das letzte Mal gewesen ist, dass ich nach 4 Akkorden gemeinsam mit Umstehenden drei Mal in die Hände klatsche.
Bewertung: 10 / 10 Punkten

Und auch Tag 2 ist beschrieben - ohne Linkin Park, die ich ja nur für ~5 Lieder zu Gesicht bekam. Wer Näheres wissen will, muss sich da schon an meine Freundin wenden...
13.6.07 05:48


Rock im Park: Tag 1

So, etwas verspätet kommen nun meine Konzerteindrücke des ersten Tages bei Rock im Park:

Good Charlotte
Leider sind wir erst nach der Hälfte der Spielzeit angekommen - gespielt wurde jedenfalls ein solides Set mit scheinbar allen neuen und alten Hits, jedenfalls konnte man Lieder wie Keep Your Hands Off My Girl auch von weitem schon hören, ob ein Schwerpunkt auf das neue Album gelegt wurde, kann ich aber nicht sagen. Die Performance war nicht überragend, aber in Ordnung, das Spiel der Musik ziemlich gut. Es gab zwar nichts Weltbewegendes, aber doch nette Musik zu hören.
Bewertung: 6 / 10 Punkten

Korn
Die Band hat mich, dafür, dass ich mich ziemlich auf sie gefreut hatte, nicht sonderlich überzeugt. Vielleicht lag es nur an der Stimmung (Regen, aber dennoch hellster Himmel - nicht gerade meine Favoriten für ein Open-Air-Konzert), aber live kam mir Korns Musik relativ lasch vor, wobei sie auf den Alben ziemlich abgehen. Es ist allerdings auf jeden Fall positiv zu bemerken, dass auch genügend "Klassiker" der ersten Platten gespielt wurde und sich das neue Material in Grenzen hielt. Trotzdem kamen mir die Bandmitglieder schlichtweg zu energielos vor, als ob sie einfach nur ihr Set runterspielen wollten.
Bewertung: 5 / 10 Punkten

As I Lay Dying
Das Konzert war eine richtige Überraschung für mich. Ich bin ja sonst eher kein Fan von Metalcore, diese Band hat es allerdings geschafft, mich zum Bangen zu bringen und selbst nach einem langen, anstregenden Tag Energien zu wecken. Klar gab es mal wieder die üblichen Stilmittel zu hören - brüllender Gesang, hämmernde Riffs, Gitarrensoli -, trotzdem hatte die Gruppe das gewisse Etwas, das ihren Sound interessant machte. Vielleicht, weil sie im Gegensatz zu verwandten Bands auf das so genannte Gitarrengewichse mit hohen Tönen unterhalb des 17. Bundes verzichteten und eher auf dumpf-dröhnende Riffs bauten. Somit also des Nachts ein sehr nettes Erlebnis.
Bewertung: 8 / 10 Punkten

Chimaira
Hm, bei dieser Band kam im Grunde viel mehr das zum Tragen, was ich bei AILD als Genre-Standard bezeichnet habe - denn die Gruppe ging offenbar mit wenig Innovation an die Sache. Gut, es gab einen Keyboarder, nur war dessen Musik kaum zu hören; ob das beabsichtigt war oder nur an der Geräuschkulisse lag, bleibt offen. Ich kann jedenfalls nicht sagen, dass diese Band meine vorgänglichen Euphorien weitertragen konnte, auch wenn sie offenbar mit viel Energie und Willen an der Sache waren.
Bewertung: 3 / 10 Punkten

Das waren also nun die ersten Bands, deren Musik meine Augen und Ohren auf dem Festival aufnahmen, morgen geht es weiter - u.a. mit Billy Talent, Muse und Enter Shikari.
7.6.07 23:34


Rock im Park: Das Resumee!

So.. nachdem ich gestern von Rock im Park wieder heimgekehrt bin, möchte ich dem Blog-Leser natürlich nicht meine Erfahrungen dort, insbesondere bezüglich der Konzerte, vorenthalten.
Somit gibt es also ab morgen täglich einen Bericht über die musikalischen Erlebnisse eines RiP-Tages und hier schon mal einige allgemeine Bemerkungen:

• Beim nächsten Mal ist es unbedingt von Nöten, so früh wie möglich zu kommen! Wer nicht auf einem Hügel mit ca. 30° Neigung schlafen möchte, sollte schon donnerstags vor Ort sein.

• Das mit Abstand Teuerste waren wohl die Getränke - 3,30€ sowohl für Bier, als auch für Cola oder sogar Mineralwasser ist ein neuer Höchstrekord. Einen Euro Pfand muss man zudem auch immer parat haben...

• Die Shirt-Preise waren in Ordnung, offizielle Festivalbekleidung gab es in zahlreichen Variationen für nicht übermäßig viel Geld, was man von einigem Band-Merchandise nicht behaupten kann.

• Auf dem riesigen Areal braucht man gut und gerne 25 Minuten vom Zelt bis zu einer Bühne, dafür gibt es auch recht viel zu entdecken und man kann seine Zeit dort ganz gut verbringen.

• Die Indoor-Bühne (Club Stage) ist ein Segen! Nicht nur, dass die Liebhaber von unterdachten Bühnen so eine Anlaufstelle bekommen, auch nach heftigen Regengüssen bietet sie die Möglichkeit zum Aufwärmen und gemütlichen Hinsetzen.

• Wenn man durch die Hitze im Zelt schon vor 12 Uhr wach wird, sollte man sich eine Beschäftigung suchen, denn erst ab dann ist der Zutritt zum Bühnenareal möglich.
Wegen der Partystimmung, die durchschnittlich bis 6 Uhr lautstark zu hören ist, ist ein Ausschlafen aber sowieso das Beste.

• Es ist toll, ein solch großes Bandangebot zu haben, was darunter leidet sind jedoch Füße, Beine und der Rücken. Stundenlanges Stehen ist manchmal echt nicht schön...

So, genug derweil, morgen gibt es Berichte u.a. von Good Charlotte, Korn und As I Lay Dying.
5.6.07 23:30


Festivals: Der Sommer wartet!

Auch wenn es das Wetter nicht vermuten mag, ist der Sommer zum Greifen nahe - zumindest, wenn es um den Kauf von Festival-Tickets in der Musikszene geht. Umso früher, je billiger (bzw. überhaupt verfügbar), also sollte man sich doch eher flott entscheiden, welche der mittlerweile zahlreich vorhandenen Veranstaltungen man überhaupt besuchen will.
Hier also eine kleine Übersicht über Sommerfestivals in Deutschland und Österreicher, inklusive allem Wissenswerten:

Rock im Park/Rock am Ring
Bei diesen beiden Festivals handelt es sich um zwei nahezu identische, von MTV produzierte Festivals in Süddeutschland - einmal in Nürnberg, das andere nahe Adenau (Rheinland-Pfalz) am Nürburgring. Vom Stil her sind beide auf Rock/Metal angelegt, bieten aber auch im Indie/Alternative-Bereich ein ansprechendes Line-Up.

Bestätigte Bands
Die Ärzte | Smashing Pumpkins | Linkin Park | Muse | Billy Talent | The White Stripes | Evanescence | Korn | Lostprophets | Slayer | Wir sind Helden | Arctic Monkeys | Good Charlotte | The Hives | Wolfmother | Stone Sour | My Chemical Romance | 30 Seconds to Mars | Mando Diao | Beatsteaks | Kaiser Chiefs | MIA. | The Kooks | Velvet Revolver | Funeral For A Friend | The Used | As I Lay Dying | Chimaira | Killswitch Engage | Machine Head | Scissor Sisters | Papa Roach | The Sounds uvm.

Datum 1. - 3. Juni 2007
Kosten 126€ (Rock im Park) / 125€ (Rock am Ring)
Location
Rock im Park: Nürnberg, Zeppelinfeld (Nahe Messezentrum/Station)
Rock am Ring: Eifel, Nürburgring

Homepage
Rock im Park
oder: Parkrocker (inoffiziell)
Rock am Ring


Hurricane/Southside
Auch diese beiden Festivals unterscheiden sich bezüglich der auftretenden Bands kaum, im Standort jedoch umso mehr: Das Southside ist, wie der Name schon andeutet, im Süden gelegen, genauer im Süden Baden-Württembergs. Das Hurricane hingegen findet in Schleeß statt, welches zwischen Hamburg und Bremen situiert ist. Je nach Wohnort kann man sich somit aussuchen, welches der bedien Festivals günstiger zu erreichen ist.
Musikalisch bieten sie viele eher unbekannte Bands im Indie-Bereich, wobei auch bekannte "Chartbands" nicht fehlen.

Bestätigte Bands
Bloc Party | Interpol | Marilyn Manson | Queens of the Stone Age | Placebo | Pearl Jam | Sonic Youth | Modest Mouse | Mogwai | Porcupine Tree | Beastie Boys | Incubus | Dendemann | Less Than Jake | Snow Patrol | The Good, The Bad & The Queen | Isis | Editors | Die Fantastischen Vier | Dropkick Murphys | Aereogramme | Me First and the Gimme Gimmes | Virginia Jetzt! uvm.

Datum 22. - 24. Juni 2007
Kosten 109€
Location
Hurricane: Schleeß (Nahe Bremen)
Southside: Neuhausen ob Eck (Nahe dem Bodensee/Friedrichshafen)

Homepage
Hurricane
Southside


Nova Rock
Das größte österreichische Rock-Festival findet auch in diesem Jahr wieder statt. Besonders für Wiener (aber auch alle anderen Ostösterreicher) ist es optimal, um eine Anzahl an bekannten Rock- und Metal-Bands auf einem Haufen versammelt zu haben, ohne in ein anderes Land fahren zu müssen. Das Line-Up stellt eine gute Mischung aus den Bands der beiden oben genannten Festivals dar, so dass jeder auf seine Kosten kommt.

Bestätigte Bands
Linkin Park | Pearl Jam | Marilyn Manson | Smashing Pumpkins | Incubus | Billy Talent | Slayer | The Killers | Mando Diao | Machine Head | My Chemical Romance | Stone Sour | Papa Roach | Lordi | In Extremo |Children of Bodom | The Used |30 Seconds to Mars | Chimaira | Mastodon | Isis | Me First and the Gimme Gimmes | Flogging Molly | The Hives | Less Than Jake | Drowning Pool | Editors | I Am X | Devildriver uvm.

Datum 15. - 17. Juni 2007
Kosten 93€
Location Nickelsdorf, Pannonia Fields II (Burgenland)

Homepage
Nova Rock


Wacken Open Air
Das mittlerweile legendäre Metal-Festival im Norden Deutschlands hat in diesem Jahr seinen 17. Auftritt und ist mit letztjährig 62.000 Besuchen eines der größten seiner Art. Die zahlreichen Bands spielen auf klangvollen Bühnen wie "Black-Metal-Stage" oder "True-Metal-Stage" und locken bestimmt auch dieses Jahr wieder tausende Metalfans in das kleine Bauerndorf.
Zusätzlich findet, wie in den Jahren davor, einige Wochen vor Beginn noch das "Metal Battle" statt, ein Bandwettbewerb, bei dem den besten Bands ein Auftritt beim Festival zusteht!

Bestätigte Bands
Blind Guardian | Iced Earth | Dimmu Borgir | In Flames | Therion | Saxon | Immortal | Dir En Grey | Bullet For My Valentine | Cannibal Corpse | Grave Digger | Die Apokalyptischen Reiter | JBO | Schandmaul | Letzte Instanz | Napalm Death | Lacuna Coil | Moonspell | Sodom | Lordi | Stratovarius | TYR | All That Remains | Belphegor | Unheilig | Falconer | Electric Eel Shock | Black Majesty uvm.

Datum 2. - 4. August 2007
Kosten 79€ bzw. 99€ mit Full Metal Service (Parkplatzgebühr, Eintritt ins Schwimmbad, Platzreservierung, Sticker, Müllkosten etc. inkludiert)
Location Wacken, Schleswig-Holstein (Nahe Itzehoe)

Homepage
Wacken Online


Roskilde Festival
Auch dieses dänische Festival hat besonders für in Norddeutschland wohnende Musikfreunde in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Wer im Alternative-Bereich etwas Abwechslung vom Hurricane sucht, wird bei dieser Veranstaltung gut aufgehoben sein - die Anfahrt ist mit einem Zug aus Bremen oder Hamburg auch kein großes Problem. Interessant wird es auch, wenn man neue Bands aus diesem Bereich kennen lernen will - einige schwedische oder dänische Gruppen sind nämlich ebenso vertreten.

Bestätigte Bands
Red Hot Chili Peppers | The Who | The Killers | Björk | Muse | Beastie Boys | Slayer | Mando Diao | Mastodon | Pelican | My Chemical Romance | Tiesto | Arcade Fire | Cult of Luna uvm.

Datum 5. - 8. Juli 2007
Kosten 200€
Location Roskilde/Sjælland (Dänemark)

Homepage
Roskilde Festival
21.3.07 18:41


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